Die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) führte planmäßig einen gemeinsamen Weltraumspaziergang durch. Der NASA-Astronaut Anil Menon und die Vertreterin des Europäischen Weltraumagents (ESA) Sophie Adenot verließen das Stationsbord über den Luftschleusenabschnitt „Quest“ des amerikanischen Segments der ISS. Laut Angaben in den ursprünglichen Meldungen begannen die Arbeiten um 08:29 Uhr US-Ostküstenzeit, die Gesamtdauer des Spaziergangs betrug etwa sechs Stunden und dreißig Minuten. Nach Abschluss der Operationen kehrten die Astronauten sicher in den Luftschleusenmodul zurück, was den routinemäßigen Charakter der Mission bestätigt.
Spaziergang über die Schleuse „Quest“ und Zeitplan der Arbeiten
Die Schleuse „Quest“ wird traditionell für die Ausstiege der amerikanischen und internationalen Besatzungen der ISS genutzt. Über sie traten Menon und Adenot nach außen, wo sie sich an den externen Strukturen und Geräten verankerten. Eine Dauer von rund 6,5 Stunden entspricht dem typischen Reglement für umfassende Montage- und Reparaturarbeiten im Weltraum, bei denen die Astronauten zeitlichen Einschränkungen der Raumanzüge und dem Verbrauch der Ressourcen des Lebenserhaltungssystems unterliegen.
Aufgaben der Mission: Modernisierung der Kommunikationssysteme
Als Hauptziel des Spaziergangs wurde der Austausch veralteter Antennenausrüstung genannt, die die Verbindung der Station mit der Erde und die Datenübertragung zwischen der ISS und dem Bodenkontrollzentrum in Houston sicherstellt. Die Wartung und Modernisierung solcher Antennenknoten ist für eine stabile Telemetrie, Videokommunikation und Stationssteuerung von entscheidender Bedeutung. Während der Arbeiten führten die Astronauten eine Reihe technischer Operationen am externen Umfang der Station durch, einschließlich Arbeiten an Kommunikationsausrüstung und Befestigungsknoten.
282. Spaziergang im Rahmen des ISS-Programms
Laut den angegebenen Daten war diese Mission der 282. Weltraumspaziergang im Rahmen des mehrjährigen Programms zum Aufbau, zur Wartung und Modernisierung der Internationalen Raumstation. Jede solche Operation sammelt Erfahrung im Betrieb von Ausrüstung unter Bedingungen von Vakuum, Temperaturschwankungen und Strahlenbelastung, was sich unmittelbar auf die Sicherheit und Lebensdauer der Station auswirkt.
Widersprüchliche Angaben
Zwischen den Quellen gibt es erhebliche Abweichungen bei der Bewertung des Missionsergebnisses. Im ursprünglichen Text wird behauptet, dass das Hauptziel des Spaziergangs genau der Austausch der veralteten Antennenausrüstung sei. Eine Reihe anderer Veröffentlichungen weist jedoch auf ein anderes Ergebnis hin: Laut RFI schafften Adenot und Menon im Rahmen dieses Spaziergangs lediglich, die alte Kommunikationsantenne zu demontieren, und laut 24tv entfernte die Besatzung die defekte Antenne, schaffte es aber nicht, die neue zu installieren. Somit beschreibt eine Version die Mission als abgeschlossenen Austausch, die andere als teilweise Erfüllung der Aufgaben mit Verlegung der Montage der neuen Antenne auf einen zukünftigen Spaziergang. Dies ist eine typische Unstimmigkeit, die entsteht, wenn Aggregatoren Materialien zum Beginn oder Abschluss des EVA veröffentlichen und ein Teil der Nebenaufgaben gemäß dem Zeitreglement der Raumanzüge verlegt wird.
Technische Details und Bedeutung für zukünftige Operationen
Unabhängig davon, ob die neue Antenne während dieses Spaziergangs installiert oder die Montage auf den nächsten verlegt wurde, bestätigt die Tatsache der Durchführung eines planmäßigen EVA und der sicheren Rückkehr der Besatzung die Funktionsfähigkeit der Stationssysteme und die Bereitschaft der Besatzung zur Fortsetzung der Wartung. Die Frage der Installation des neuen Antennenknotens könnte, wie die Abweichungen in den Quellen nahelegen, einen zusätzlichen Spaziergang erfordern, was in den offiziellen Berichten von NASA und ESA nach Abschluss der Mission geklärt wird.