Der britische Schwergewichtler Tyson Fury hat Großbritannien verlassen und ist in den USA angekommen, wo er die volle Vorbereitung auf den Kampf gegen Anthony Joshua aufgenommen hat. Wie Sport RBC.UA unter Berufung auf eine Aussage des Promoters Frank Warren gegenüber Sky Sports berichtet, begann das Trainingslager, obwohl nicht alle rechtlichen Streitigkeiten rund um den Vertrag endgültig beigelegt wurden.
Promoter bestätigt Start der Vorbereitung
Frank Warren versicherte, dass die Durchführung des Kampfes keine Zweifel aufkommen lässt, selbst angesichts der rechtlichen Nuancen seitens Matchroom und des Joshua-Teams. „Ich bin überzeugt, dass der Kampf stattfindet. Turki Al-Sheikh wird demnächst alles verkünden. Es gab Fragen zum Vertrag, aber sie werden gelöst. Tyson selbst ist derweil in die USA geflogen. Er ist jetzt in Miami und bereitet sich bereits auf den Kampf vor“, erklärte der Promoter. Damit hat der „Zigeunerkönig“ de facto sein Lager in der amerikanischen Stadt begonnen, was die Bereitschaft beider Seiten zur Organisation des Duells praktisch bestätigte.
Warum der Kampf in die USA verlegt wurde
Trotz des Wunsches beider Boxer und der britischen Fans, den Kampf im Londoner Stadion „Wembley“ auszutragen, wogen kommerzielle Faktoren und die Position des Senders schwerer zugunsten eines US-Standorts. Warren verglich diese Situation mit historischen Auswärtsschlachten der Boxlegenden – dem Kampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman in Zaire („Rumble in the Jungle“) und dem Duell zwischen Ali und Joe Frazier auf den Philippinen („Thrilla in Manila“). Laut dem Promoter stehen zu viel Geld auf dem Spiel, als dass eine der Seiten es sich leisten könnte, auf die Durchführung des Kampfes in den USA zu verzichten.
Widersprüchliche Angaben
Die Darstellungen der Promoter weichen in einigen Details voneinander ab. Frank Warren betont, dass die Vertragsfragen „gelöst werden“ und der Kampf garantiert stattfinden wird, während seitens Matchroom, die die Interessen von Joshua vertritt, zuvor konkrete Probleme und Vorwürfe zu den Vertragsbedingungen geäußert wurden. Das heißt, eine Seite betrachtet die Situation als Formalität, während die andere auf ungelöste Differenzen hinweist. Ein einheitliches öffentliches Datum und eine finale Fassung des Vertrags wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vorgelegt, daher bleiben beide Sichtweisen bis zu einer offiziellen Ankündigung in Kraft.
Kontext und Erwartungen
Zuvor hatte auch der Promoter von Anthony Joshua versichert, dass die Schlacht gegen Fury stattfinden wird, was zusammen mit den Worten Warrens ein Bild der gegenseitigen Bereitschaft beider Seiten zeichnet. Die endgültigen Details – einschließlich der offiziellen Ankündigung – werde laut Warren Turki Al-Sheikh verkünden. Damit läuft die praktische Vorbereitung trotz der rechtlichen Unsicherheit bereits an, und Fury arbeitet in Miami in seinem Lager im Vorfeld eines der am meisten erwarteten Aufeinandertreffen im Schwergewicht.