Das Ministerium für digitale Entwicklung Russlands hat eine deutliche Ausweitung der Einsatzmöglichkeiten für elektronische Geburtsurkunden bekannt gegeben. Bürger können das digitale Dokument nun über den Dienst „Digital ID“ im Max-Messenger vorlegen, wenn sie verschiedene Dienstleistungen in Anspruch nehmen, darunter Fahrten im Transportwesen, medizinische Versorgung und Besuche kultureller Einrichtungen.

Neue Möglichkeiten der digitalen ID

Die elektronische Geburtsurkunde ist nun offiziell für den Ticketkauf, das Einsteigen in verschiedene Verkehrsmittel sowie für die Beantragung von ermäßigtem oder kostenlosem Reisen zugelassen. Darüber hinaus wird das Dokument bei der Beantragung medizinischer Hilfe im Rahmen der Pflichtkrankenversicherung und beim Besuch von Multifunktionszentren (MFC) akzeptiert, was bürokratische Verfahren für Eltern erheblich vereinfacht.

Kultur, Sport und Freizeit

Neben Transport und Medizin umfasst die Neuerung auch die Bereiche Kultur und Sport. Die Geburtsurkunde im Max-Messenger kann beim Besuch von Museen, Kultur- und Sportveranstaltungen vorgezeigt werden. Dies gilt auch für den Kauf von ermäßigten Tickets und den Erhalt anderer damit verbundener Dienstleistungen, die einen offiziellen Alters- oder Identitätsnachweis des Kindes erfordern.

Wie die Prüftechnologie funktioniert

Alle erforderlichen Informationen über das Dokument werden in einem speziellen Bereich „Familie und Kinder“ innerhalb des Dienstes „Digital ID“ gespeichert. Um die Daten zu bestätigen, muss ein Elternteil lediglich einen speziellen QR-Code auf dem Smartphone-Bildschirm anzeigen. Ein Mitarbeiter der Organisation scannt diesen mit einem Mobilgerät, woraufhin die Daten im System sofort verifiziert werden.

Hintergrund und freiwilliges Format

Zuvor war ein ähnliches digitales Dokument bereits für den Check-in in Hotels und Unterkünften im ganzen Land zugelassen worden. Nach Angaben des Digitalministeriums Russlands haben sich bereits über dreitausend Hotels freiwillig diesem Programm angeschlossen. Gleichzeitig betont die Behörde, dass die Verwendung des elektronischen Zertifikats rein freiwillig bleibt und die herkömmliche Papierurkunde ihre volle Rechtskraft behält.