Die ukrainische Showbühne und die Theaterwelt haben einen schweren Verlust erlitten: Im Alter von 45 Jahren ist Alexander Garbartschuk verstorben – ein verdienstvoller Künstler der Ukraine, Solist des Balletts „Schytja“ und einer der Schlüsselfiguren bei der legendären Auftritte von Ruslana beim „Eurovision Song Contest“ 2004 in Istanbul. Gerade seine Choreografie und Energie halfen der Sängerin, den ersten Platz mit dem Lied „Dyki Tantsi“ zu erringen, das zum Symbol der ukrainischen Kultur auf der internationalen Bühne wurde.

Kampf gegen die Krankheit und die letzten Tage

Alexander Garbartschuk ist am 21. Juli nach einem langen und schweren Kampf gegen Magenkrebs gestorben. Die Diagnose wurde ihm bereits 2021 gestellt. Damals organisierten Kollegen aus dem Theater „Schytja“ eine Spendenaktion für seine Behandlung, auf die Tausende Ukrainer reagierten. Dank der Unterstützung wich die Krankheit vorübergehend zurück, doch im Juni dieses Jahres verschlechterte sich der Zustand des Tänzers drastisch – er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und verbrachte seine letzten Lebenswochen dort.

„Mein enger Freund“ – die Worte von Ruslana

Vom Tod Garbartschuks berichtete Ruslana selbst auf ihrem Instagram-Account. „In dieser Nacht ist mein enger Freund gestorben. Und das ist ein Moment, den man sehr schwer verkraften kann“, schrieb die Sängerin. Sie betonte, dass Alexander für sie nicht nur ein Kollege war, sondern ein Mensch, der sie durch Jahre der Freundschaft, gemeinsame Konzerte und Welttourneen verband. „Keine Worte können beschreiben, was er für mich bedeutet“, fügte die Künstlerin hinzu.

In ihrer Veröffentlichung postete Ruslana ein Archivfoto mit dem Tänzer, das während ihrer gemeinsamen Auftritte entstanden war. Sie erinnerte sich an ihn als einen aufrichtigen, talentierten, fröhlichen und inspirierenden Menschen, der für immer in den Erinnerungen seiner Liebsten und Kollegen bleiben wird.

Ein Verlust für das Theater „Schytja“

Der Tod Garbartschuks war ein unersetzlicher Verlust nicht nur für Ruslana, sondern für das gesamte Ensemble des Balletts „Schytja“. In einer Mitteilung des Theaters heißt es: „Unser Sascha ist gegangen. Es ist schwer, das zu glauben und zu akzeptieren. Er kam noch als junger Mann zu uns und wuchs zu einem wahren Meister, einem Solisten heran, ohne den sich „Schytja“ kaum vorstellen lässt“.

Ruslana sprach der Familie des Verstorbenen ihr Beileid aus: „Der Schmerz ist so groß, dass es mir jetzt schwerfällt, sogar zu atmen. Ich fühle mit seiner Frau Nade, seinen Kindern, seinem Bruder und der ganzen Familie mit.” Sie gab auch zu, dass ihr Verstand sich weigert, das Geschehene zu akzeptieren, aber eines weiß sie genau: „Sascha wird immer in meinem Herzen sein. Ich werde ihn immer auf der Bühne neben mir sehen“.

Erinnerung an den Helden des Eurovision Song Contest

Alexander Garbartschuk ging als einer der Schöpfer des visuellen Images des Sieges beim „Eurovision Song Contest“ 2004 in die Geschichte der ukrainischen Kultur ein. Sein Tanz, der ethnische Motive mit moderner Choreografie verband, wurde zur Visitenkarte jenes Auftritts. Heute ist sein Name untrennbar mit dem Triumph ukrainischer Musik und Kunst auf der europäischen Bühne verbunden.

Kollegen, Freunde und Fans teilen weiterhin Erinnerungen an ihn und betonen seinen Professionalismus, seine Herzlichkeit und sein einzigartiges Talent. Alexander Garbartschuk ist gegangen, doch sein Beitrag zur Entwicklung des ukrainischen Tanzes und der Musik bleibt ewig.