Der ukrainische Außenminister Andrej Sibiha erklärte, dass die schwedischen Mehrzweck-Jäger Gripen zu einem vollwertigen Bestandteil des ukrainischen Luftverteidigungssystems werden und dass ihre Vorbereitung auf den Einsatz im Kampf fortgesetzt wird. Dies teilte der Minister in seiner offiziellen Mitteilung im sozialen Netzwerk X mit, auf die sich RBC-Ukraine bezieht. Die Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund des Besuchs seiner schwedischen Amtskollegin Maria Malmström Stenergard in Kiew, die am Unabhängigkeitstag in die ukrainische Hauptstadt eintraf und mit Sibiha Gespräche über die wichtigsten Fragen der bilateralen Sicherheit führte.

Gespräche am Unabhängigkeitstag

Laut Sibiha war das Treffen mit der schwedischen Außenministerin vor allem dem Schutz der Ukraine vor dem russischen ballistischen Terror gewidmet – genau diese Frage stand, wie er sagte, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit beider Seiten. Der Minister betonte, dass Kiew maximale Anstrengungen unternimmt, um eine Koalition zur Bekämpfung ballistischer Raketen zu bilden, die es ermöglichen soll, gemeinsam Verteidigungslösungen zu entwickeln und die Bemühungen um die Beschaffung und Überstellung zusätzlicher Abfangraketen durch Verbündete an die Ukraine zu koordinieren. Separat erinnerte Sibiha an die Notwendigkeit, den Sanktionsdruck auf das russische ballistische Raketenprogramm zu verstärken.

Gripen im Luftverteidigungssystem und bilaterales Drone Deal

Zur Flugzeugkommentierung erklärte Sibiha: „Die schwedischen Gripen-Jäger, die über außergewöhnliche Eigenschaften verfügen, bereiten sich darauf vor, den ukrainischen Luftraum zu schützen – wir haben den Zeitplan zur Umsetzung der Vereinbarungen zwischen unseren Staatschefs besprochen, sowie die laufende Arbeit am bilateralen Drone Deal“. Damit synchronisieren Kiew und Stockholm nicht nur die Zeitpläne für die Integration der Jäger in die ukrainische Luftverteidigung, sondern entwickeln parallel auch das Abkommen über unbemannte Systeme weiter, was auf den umfassenden Charakter der militärischen Zusammenarbeit der beiden Länder hinweist.

Schwarzes Meer, Schifffahrt und Getreideexport

Im Verlauf der Gespräche informierte Sibiha auch seinen schwedischen Kollegen über die Entwicklung an der Front und betonte die Notwendigkeit, die russischen Bedrohungen im Schwarzen Meer zu neutralisieren. Seiner Einschätzung nach sei es von entscheidender Bedeutung, die Freiheit der Schifffahrt und den ununterbrochenen Getreideexport zu gewährleisten, was nicht nur für die Ukraine, sondern auch für die globale Ernährungssicherheit von Bedeutung sei. Zum Abschluss drückte der Minister der Ukraine seine Dankbarkeit gegenüber Schweden für die Unterstützung „nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten“ aus, die, wie er bewertete, die ukrainische Unabhängigkeit und die gemeinsamen europäischen Werte schütze.

Liefergeschwindigkeit und Position des Präsidenten

Die Erinnerung an die Vorbereitung der Gripen auf den Kampfeinsatz ergänzt frühere Aussagen des Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der zuvor über die Anzahl der Jäger, die die Ukraine erhalten wird, und über die Zeitpläne für ihre Überstellung berichtete und dabei feststellte, dass die Vorbereitung deutlich schneller voranschreitet als ursprünglich geplant. Die Gesamtheit dieser Signale zeigt, dass die Lieferung der schwedischen Jäger von Kiew als bereits abgestimmter und planmäßig voranschreitender Bestandteil der Verteidigungsstrategie betrachtet wird und nicht als hypothetische Perspektive.