Im ersten sieben Monaten des Jahres 2026 erhielten die lokalen Haushalte der Ukraine rund 29 Mrd. Hrywnja an Grundsteuer. Laut den veröffentlichten Daten des Staatlichen Steuerdienstes stiegen die Einnahmen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 13 %. Dies zeigt, dass die grundlegende lokale Steuer auch unter den Bedingungen eines andauernden Krieges und struktureller Veränderungen im Agrarsektor ihre Rolle als bedeutende Einnahmequelle für dezentralisierte Haushalte beibehält.

Regionale Spitzenreiter bei den Einnahmen

Der absolute Spitzenreiter bei den Einnahmen aus der Grundsteuer war die Oblast Dnipropetrowsk, in die lokale Haushalte 5,3 Mrd. Hrywnja einbrachte. Auf dem zweiten Platz folgte Kiew mit 4 Mrd. Hrywnja. Den dritten und vierten Platz teilten sich die Oblast Odessa (2,5 Mrd. Hrywnja) und die Oblast Lwiw (2,1 Mrd. Hrywnja). Gerade diese vier Regionen sicherten den größten Einnahmeumfang und bilden einen erheblichen Anteil am landesweiten Wert von 29 Mrd. Hrywnja.

Abrechnungs- und Zahlungsordnung

Der Staatliche Steuerdienst erinnerte daran, dass die Grundsteuer für den tatsächlichen Zeitraum des Eigentums oder der Nutzung eines Grundstücks entrichtet wird – vom Moment des Erwerbs des entsprechenden Rechts bis zu dessen Beendigung. Wenn sich innerhalb eines Kalenderjahres der Eigentümer eines Grundstücks ändert, zahlt jeder Eigentümer die Steuer nur für den Zeitraum, in dem das Land in seinem Eigentum oder seiner Nutzung stand. Dieser Ansatz schließt eine doppelte Besteuerung desselben Grundstücks innerhalb eines Jahres aus.

Befreiungen und Steuerbefreiungen

Die Gesetzgebung sieht Befreiungen von der Grundsteuerzahlung für bestimmte Kategorien von Bürgern vor. Insbesondere sind Eigentümer von Grundstücken oder Anteilen, die an einen Zahler der einheitlichen Steuer der vierten Gruppe verpachtet wurden, während der Mietzeit von der Grundsteuer befreit. Diese Bestimmung dient der Unterstützung großer landwirtschaftlicher Betriebe und der Förderung der Legalisierung von Mietverhältnissen im Agrarsektor.

Widersprüchliche Daten

In öffentlichen Quellen werden verschiedene Zahlen zum Umfang der Einnahmen aus der Grundsteuer verzeichnet. So weist die Publikation delo.ua in einem Artikel (Link zur Quelle ID 2) auf „fast 29 Mrd. Hrywnja“ in sieben Monaten 2026 hin, was vollständig mit den Daten des Staatlichen Steuerdienstes übereinstimmt, die in der Grundlage angegeben sind. In einem anderen Artikel derselben Publikation (Quelle ID 3) wird jedoch eine Summe von 41,4 Mrd. Hrywnja genannt. Der Unterschied erklärt sich offenbar durch verschiedene Berichtszeiträume: 41,4 Mrd. Hrywnja beziehen sich wahrscheinlich auf einen längeren Zeitraum (das gesamte Jahr 2025 oder elf Monate), während 29 Mrd. Hrywnja streng auf sieben Monate 2026 entfallen. Leser sollten bei dem Vergleich dieser Kennzahlen den Unterschied in der Chronologie berücksichtigen.

Kontext: Dezentralisierung und Bezirksreform

Experten und Beamte, einschließlich Vertreter der zuständigen Behörden, hatten zuvor darauf hingewiesen, dass ausreichende und nachhaltige Einnahmen in die lokalen Haushalte nur unter der Bedingung einer Vergrößerung der Bezirkseinheiten sichergestellt werden können. Die Grundsteuer, als eine der wichtigsten lokalen Abgaben, hängt direkt von der Fläche und dem Katasterwert der Länder innerhalb einer bestimmten territorialen Gemeinschaft ab. Das Einnahmeplus von 13 % bei Beibehaltung des Grundtarifs deutet auf eine Erweiterung der steuerpflichtigen Basis und eine Verbesserung der lokalen Verwaltung hin.