Am Freitagmorgen, dem 11. September, veröffentlichte die Bildungs- und Wissenschaftsabteilung des Stadtrats von Odessa in ihrem Telegram-Kanal eine Ansprache an die Eltern von Schülern. Die Beamten erinnerten daran, dass die Luftalarmwarnung in der Stadt fast die ganze Nacht über andauerte, und baten die Einwohner, es nicht zu eilen, die Kinder in die Bildungseinrichtungen zu schicken, bis diese aufgehoben ist. „Wir bitten Sie, die Kinder zu Hause zu lassen, bis die Luftalarmwarnung aufgehoben ist“, betonte die Abteilung und fügte hinzu, dass die Sicherheit und das Wohlbefinden des Kindes an einem solchen Tag wichtiger sind als jede Unterrichtsstunde.
Aufruf, den Zustand des Kindes nach einer schlaflosen Nacht zu beurteilen
In der Ansprache der Bildungs- und Wissenschaftsabteilung des Stadtrats von Odessa wurde die Aufmerksamkeit der Erwachsenen darauf gelenkt, dass die Eltern nach einer schwierigen schlaflosen Nacht, die unter Bedingungen der Alarmbereitschaft verbracht wurde, auf den körperlichen und emotionalen Zustand des Kindes achten sollten. „Vielleicht ist es heute besser, es zu Hause zu lassen“, vermutete die Behörde. Den Eltern wurde empfohlen, es nicht zu eilen und individuell zu entscheiden, ausgehend vom Wohlbefinden des Schülers. Für Kinder, die die Eltern objektiv nicht zu Hause lassen können, werden in den Bildungseinrichtungen Bereitschaftsgruppen mit obligatorischem Aufenthalt im Schutzraum während der Luftalarmwarnung arbeiten.
Bereitschaftsgruppen und Arbeitsmodus nach Aufhebung der Warnung
Laut Angaben der Abteilung wird jede Bildungseinrichtung nach Aufhebung der Luftalarmwarnung gemäß ihrem genehmigten Arbeitsmodus handeln. Konkrete Informationen darüber, wie genau der Tag organisiert werden wird, versprach man, in den Klassen-Chats mitzuteilen. Somit gab es am Morgen des 11. September keinen einheitlichen Zeitplan: Die Entscheidung wurde auf der Ebene jeder einzelnen Einrichtung unter Berücksichtigung der lokalen Lage und der Dauer der Warnung in einem bestimmten Stadtteil getroffen.
Reaktion des Leiters der Bildungsabteilung der Militärverwaltung von Odessa
Auch Alexander Lontschak, Leiter der Bildungs- und Wissenschaftsabteilung der regionalen Militär- (Staats-) Verwaltung von Odessa, reagierte auf die Situation. Auf Facebook räumte er ein, dass in bestimmten Gebieten der Oblast Odessa die Luftalarmwarnung aufgrund des Angriffs feindlicher Drohnen andauert, und zeigte Verständnis für die Sorgen der Eltern. Dabei bemerkte er, dass im fünften Kriegsjahr die Frage, was man bei einer morgendlichen Warnung tun soll, weiterhin auftaucht, und rief die Pädagogen dazu auf, оперативнее mit den Eltern zu kommunizieren, da auch diese ihren Tag planen müssen. „Passen Sie auf sich und Ihre Kinder auf“, fasste der Beamte zusammen.
Handlungsalgorithmen und das Fehlen von Änderungen der Regeln
Lontschak betonte ausdrücklich, dass jede Bildungseinrichtung einen genehmigten Handlungsalgorithmus für den Fall einer Luftalarmwarnung hat, und die Reihenfolge hängt davon ab, zu welcher genau Uhrzeit die Warnung ausgerufen wurde. Er stellte fest, dass „keine Neuerung bezüglich der Farbe der Warnungen diese Regeln geändert hat“, und erklärte, dass die Sicherheit der Kinder eine Frage sei, bei der Experimente oder unterschiedliche Auslegungen unzulässig seien. Den Eltern wurde empfohlen, sich an die Anweisungen ihrer Einrichtungen und die Informationen in den Klassen-Chats zu halten und nicht an allgemeinen Vermutungen.
Somit verlief der Morgen des 11. September in Odessa im Modus erhöhter Vorsicht: Die Behörden der Region und der Stadt legten den Schwerpunkt darauf, dass die Entscheidung über den Schulbesuch bei einer andauernden oder gerade beendeten Luftalarmwarnung von den Eltern unter Berücksichtigung des Zustands des Kindes und der offiziellen Anweisungen der konkreten Bildungseinrichtung getroffen werden muss.