Der Aufsichtsrat des Ukrainischen Verteidigungseinkaufsamt (AOZ) hat einstimmig beschlossen, Artem Romanjukow zum kommissarischen Leiter des Amtes zu ernennen. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf das AOZ berichtet, wurde die Kandidatur vom Verteidigungsministerium der Ukraine gemäß der Satzung des Amtes abgestimmt. Romanjukow, der zuvor die Position des Direktors für Entwicklung des AOZ innehatte, wird die Struktur während der Dauer der Ausschreibung eines dauerhaften Leiters führen.

Wer ist Artem Romanjukow

Der neue Interimsleiter verfügt über einschlägige Erfahrung im Bereich Verteidigungseinkäufe und staatliche Verwaltung. Zuvor leitete er die Abteilung Einkaufspolitik des Verteidigungsministeriums der Ukraine und bekleidete das Amt des stellvertretenden Ministers für strategische Industriezweige der Ukraine. Genau diese Erfahrung macht ihn aus Sicht des Aufsichtsrats zu einem kompetenten Kandidaten für die Interimsführung des Amtes in der Übergangsphase.

Suche nach einem dauerhaften Leiter

Für die Auswahl eines dauerhaften Leiters des AOZ bereitet das Amt den Einkauf der Dienste einer Recruiting-Firma vor; die Ausschreibung soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden. Parallel dazu hat das AOZ einen Vertrag mit der Recruiting-Firma Friisberg & Partners International geschlossen, die sich um die Suche nach Kandidaten für zwei Stellen unabhängiger Mitglieder des Aufsichtsrats kümmern wird. Der gesamte Prozess wird vom Verteidigungsministerium der Ukraine unter Beteiligung des Recruiting-Partners und des Ausschusses für Ernennungen und Vergütungen des AOZ-Aufsichtsrats koordiniert.

Kontext: Rücktritt von Arsen Schumadilow

Der Führungswechsel erfolgt vor dem Hintergrund des Abgangs von Arsen Schumadilow von der Position des AOZ-Leiters, dessen Entlassung RBC-Ukraine am 20. August 2026 berichtete. Damals kündigte der Amtschef seinen Rücktritt auf einer Pressekonferenz an, und Quellen in der Verteidigungsbranche stellten diese Entscheidung mit der Situation um den Start eines neuen Vergabeverfahrens in Verbindung. Somit war die Ernennung Romanjukows der nächste Schritt zur Stabilisierung der Amtsführung nach dem Rücktritt des Leiters.

Widersprüchliche Angaben

In den ursprünglichen Erklärungen zum Rücktritt Schumadilows wurde eine andere Version über die zukünftige Interimsführung genannt: Berichten zufolge erklärte Schumadilow, dass der Interimsleiter Oleh Klets werde. Die tatsächliche Entscheidung des Aufsichtsrats führte jedoch zur Ernennung von Artem Romanjukow, was mit dem zuvor genannten Namen nicht übereinstimmt. Darüber hinaus wird das Amt in den Ausgangsmaterialien an einer Stelle mit der Abkürzung „DOT“ bezeichnet, während im übrigen Text „AOZ“ verwendet wird, was eine Unstimmigkeit in der Bezeichnung der Struktur erzeugt. Beide Versionen werden der Vollständigkeit halber dargestellt; die endgültige bestätigte Entscheidung ist die Ernennung Romanjukows.