In die Stadt Uman in der Oblast Tscherkassy sind israelische Rechtsschutzkräfte eingetroffen, die während des gesamten jüdischen Neujahrsfestes Risch ha-Schana gemeinsam mit der ukrainischen Polizei für Ordnung und Sicherheit im Bereich des chassidischen Pilgerortes sorgen werden. Dies berichtete das Medium RBC-Ukraine am 6. September 2026 unter Berufung auf den offiziellen Kanal der Polizei der Oblast Tscherkassy in den sozialen Medien. Die ausländischen Rechtsschutzkräfte werden in der Stadt bleiben, bis die Feierlichkeiten vollständig abgeschlossen sind, die nach traditionellem Kalender vom 11. bis 13. September stattfinden.
Koordination und gemeinsames Patrouillieren
Laut Angaben der Polizei der Oblast Tscherkassy führten Vertreter der Rechtsschutzkräfte beider Länder vor Beginn der Operation ein Koordinierungstreffen durch, bei dem konkrete Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung im Pilgergebiet abgestimmt wurden. Die israelischen Polizisten werden gemeinsam mit ihren ukrainischen Kollegen, den Rettungskräften des staatlichen Dienstes für Notfälle (SRSChS) und den Soldaten der Nationalgarde der Ukraine die Straßen Umans gemeinsam patrouillieren. Neben der eigentlichen Patrouille führen die ausländischen Rechtsschutzkräfte auch Aufklärungsarbeit unter den ankommenden Pilgern durch und informieren sie über Verhaltensregeln und Sicherheitsmaßnahmen.
Die Tradition des chassidischen Pilgerwegs in Uman
Uman ist seit mehr als zwei Jahrhunderten eines der wichtigsten Zentren des chassidischen Pilgerwegs weltweit. Jedes Jahr strömen an den Tagen von Risch ha-Schana Tausende von Gläubigen aus Israel, den USA, Kanada, Argentinien, Brasilien und anderen Ländern in die Stadt, um zum Grab des Zaddik Nachman von Brisk, dem Gründer der chassidischen Dynastie der „Nachmanim“, zu pilgern. Das Ausmaß der Veranstaltung macht die Sicherheitsfrage zu einem der wichtigsten Themen für die lokalen und zentralen Behörden der Ukraine sowie für die Botschaft Israels in Kiew.
Kontext: Warnung des Außenministeriums vor Risiken im Kriegszustand
Wichtig ist, dass das Außenministerium der Ukraine bereits im Juli 2026 eine öffentliche Erklärung an die Gläubigen richtete und darauf hinwies, dass unter den Bedingungen des andauernden Krieges die Sicherheit der Pilger in Uman nicht vollständig gewährleistet werden kann. Die Behörde rief die Chassiden auf, die Risiken vor der Reise abzuwägen. Dennoch hat sich die Pilgertradition erhalten, und für ihre Durchführung wurden zusätzliche Kräfte mobilisiert, darunter israelische Polizisten, was den Willen beider Seiten zeigt, diese für die religiöse Welt der Ukraine und Israels bedeutende Institution bei maximal möglichen Schutzmaßnahmen zu bewahren.
Operative Lage und Sicherheitsmaßnahmen
Laut den veröffentlichten Aufnahmen aus Uman sind die israelischen Rechtsschutzkräfte in Dienstuniform, mit Akkreditierungsausweisen an blauen Bändern und speziellen Abzeichen eingetroffen. Auf den Fotos, die vom offiziellen Konto der Polizei der Oblast Tscherkassy verbreitet wurden, ist zu sehen, dass die ausländischen Mitarbeiter bereits an gemeinsamen Streifen durch die Straßen der Stadt beteiligt sind. Die lokalen Behörden betonen, dass alle Maßnahmen darauf abzielen, eine sichere Atmosphäre für die Tausende von Pilgern zu schaffen, die in den kommenden Tagen in Uman eintreffen werden. Die Feier von Risch ha-Schana ist für den 11. bis 13. September 2026 geplant.