Der japanische Landwirtschaftsminister Kazuo Yana teilte Premierministerin Sanae Takaichi am 14. Oktober 2026 mit, von seinem Amt zurückzutreten. Dieser Schritt wurde durch wachsenden Druck der Öffentlichkeit und politischer Gegner unvermeidlich, ausgelöst durch Vorwürfe der Kürzung von Straßenbudgets für oppositionelle Gemeinden und Wahlgesetzesverstöße.

Hinschnitt der Politischen Krise

Herr Yana, im September letzten Jahres ernannt, wurde zum ersten Kabinettsmitglied von Premierministerin Takaichi, das wegen Skandalen zurücktrat. Die Kontroverse entbrannte nach Berichten, dass der Minister Unterstützern von massiven Budgetkürzungen für zwei Ortschaften in der Präfektur Tochigi berichtete, deren Bürgermeister zuvor seine Gegner bei der Unterhauswahl im Februar 2026 unterstützt hatten.

Kernvorwürfe und Geständnisse

Die Äußerung fiel im Mai 2026 auf einem Partei Treffen. Am 5. Oktober räumte Yana die Äußerungen ein, nahm sie später zurück und entschuldigte sich. Zudem wird er verdächtigt, gegen das öffentliche Wahlgesetz verstoßen zu haben, indem er Busse für Anhänger finanzierte.

Widersprüchliche Angaben

Die Lage war widersprüchlich: Noch am 8. Oktober befürwortete Takaichi seinen Verbleib, räumte jedoch am 13. Oktober erstmals eine mögliche Ersetzung ein. Zuvor war Yana bereits wegen nicht offengelegter Spendeneinnahmen parteiintern diszipliniert worden.

Folgen für das Kabinett

Yanas Rücktritt ist ein Schlag für Takaichi. Yana hatte die Direktwahl im Februar 2026 verloren, war aber über die Verhältniswahl eingezogen. Nun muss ein Nachfolger gefunden werden.