Journalisten von RBC-Ukraine haben einen detaillierten Vergleichstest dreier Crossover des chinesischen Markens JETOUR – X50, X70PLUS und T1 i-DM – durchgeführt, um festzustellen, welches Modell am besten für Stadtfahrten, den Familienalltag und lange Reisen geeignet ist. Alle drei Modelle teilen ein gemeinsames Konzept: selbsttragender Karosserieaufbau, modernes Design und ein Fokus auf Praktikabilität. Allerdings verfolgt jedes Fahrzeug seine eigene Gestaltungsidee. Der T1 i-DM wirkt wie ein klassisches Geländewagen-Modell mit geraden Linien, klaren Kanten und massiven Karosserieverkleidungen, während sich der X50 und der X70PLUS durch komplexere Karosserienformen und fließende Übergänge auszeichnen. Man spürt, dass die Fahrzeuge für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt wurden – von jungen Fahrern, die einen kompakten Stadtcrossover suchen, bis hin zu Familien mit Kindern, die Platz und eine dritte Sitzreihe benötigen.
Außmaße und Exterieur
Was die Abmessungen betrifft, ist der JETOUR X50 der bescheidenste der „Dreiergruppe': seine Länge beträgt 4397 mm, die Breite 1841 mm, die Höhe 1654 mm, der Radstand 2601 mm. Der Jetour X70PLUS ist deutlich größer: 4724 mm in der Länge, 1900 mm in der Breite und ein Radstand von 2720 mm. Das Modell T1 i-DM nimmt in der Länge eine mittlere Position ein (4705 mm), sticht aber mit der größten Breite (1967 mm) und Höhe (1843 mm) bei einem Radstand von 2800 mm hervor. Die rechteckigen Formen, die großen Scheinwerfer, die massive Kühlergrillfläche und die breiten Verkleidungen an den Karosserieteilen lassen den T1 i-DM optisch noch größer wirken, als er tatsächlich ist. Gleichzeitig verfügen alle drei Crossover über einen Bodenfreiheit von etwa 200 mm und über große Räder, was das Befahren von Abschnitten ohne hochwertigen Asphalt ermöglicht. Auf die metallischen Dachreling lässt sich ein Halter für Fahrräder, Ski oder ein zusätzliches Dachgepäckträger montieren – eine nützliche Option für lange Fahrten.
Interieur und Ausstattung des Innenraums
Im Interieur des X50 dominieren farbig zurückhaltende und haptisch angenehme Materialien. Für visuelle Abwechslung setzten die Designer kontrastierende Streifen sowie ein reliefartiges Muster im oberen Bereich der Instrumententafel und an den Türen ein, das per Lasergravur ausgeführt wurde. Die Sitze sind mit Perforation und dekorativer Ziernaht ausgestattet. In der kalten Jahreszeit stehen Fahrer und Passagieren die Beheizung der Vorder- und Rücksitze, des Lenkrads, der Scheibenwaschdüsen, der Front- und Heckscheibe zur Verfügung. Vor dem Fahrer befindet sich ein Paar 10,25-Zoll-Touchscreens: ein digitales Kombiinstrument mit mehreren Darstellungsvarianten (Ukrainisch ist verfügbar) und ein Infotainment-System mit einfachem und gut lesbarem Interface. Auf der zweiten Reihe ist es relativ geräumig: Es gibt Lüftungsdüsen der Klimaanlage auf der Mittelkonsole, eine hintere Mittelarmlehne mit Getränkehaltern und ein Paar USB-Anschlüsse. Vorne ist neben USB eine leistungsstarke 50-Watt-Wireless-Ladefunktion mit Kühlung vorgesehen. Der Kofferraum des X50 fasst 398 Liter; unter dem Boden befindet sich ein Notrad. Bei umgeklappten Lehnen der zweiten Reihe steigt das Volumen auf 1262 Liter, und der Raum wird eben.
Platz und dritte Reihe: X70PLUS und T1 i-DM
Der X70PLUS bietet ein strukturierteres Interieur: In der Ausstattung werden Leder, Aluminium und ein haptisch angenehmer lackierter Kunststoff kombiniert. Auf der Instrumententafel befindet sich ein horizontaler Bildschirm, der unter einer einzigen Glasabdeckung zwei Displays mit je 10,25 Zoll vereint. Das Hauptmerkmal des Innenraums ist die dritte Sitzreihe. Erwachsenen Passagieren ist sie bei kurzen Fahrten bequem, und Kinder können damit auch auf langen Strecken komfortabel reisen. In der Fünfsitzer-Konfiguration fasst der Kofferraum des X70PLUS 438 Liter. Im Innenraum des höheren T1 i-DM erleichtern passive Trittstufen das Einsteigen. Die Rolle des Kombiinstrumentes übernimmt ein 10,25-Zoll-Bildschirm, und in der Mitte des Armaturenbretts ist ein großes Tablet der Mediensystem mit 15,6 Zoll Diagonale montiert. Der Crossover hat zwei Sitzreihen, das Notrad befindet sich im Unterboden des Kofferraums. Der Kofferraum des T1 i-DM ist der geräumigste der drei Modelle: 574 Liter hinter den Lehnen der zweiten Reihe und 1262 Liter bei umgeklappten Sitzen.
Motor und Getriebe
Alle drei Crossover sind mit Benzinmotoren ausgestattet. Der JETOUR X50 ist mit einem von zwei Motoren erhältlich. Die Basisausstattung in der Luxury-Ausstattung wird mit einem atmosphärischen 1,5-l-Motor mit 113 PS (138 Nm) in Kombination mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe angeboten. Die Premium-Version wird von einem turboaufgeladenen Motor gleichen Hubraums mit 147 PS (210 Nm) und einem 6-Gang-Robotergetriebe mit zwei Kupplungen angetrieben. Der Antrieb ist in jedem Fall nur vorne. Bemerkenswert ist, dass beide Motoren im kombinierten Zyklus 7,3 Liter auf 100 km verbrauchen. Unter der Haube des X70PLUS befindet sich ein turboaufgeladener Benzinmotor mit 1,6 Litern Hubraum und 190 PS. Das Modell T1 i-DM ist, wie die Bezeichnung und der vorhandene Ladeanschluss (was durch das visuelle Material bestätigt wird) nahelegen, ein Plug-in-Hybrid (PHEV), der einen Benzinmotor mit einem elektrischen Antrieb und der Möglichkeit des Ladens aus dem externen Netz kombiniert.
Widersprüchliche Daten
Im Text der Besprechung wird behauptet, dass „die Protagonisten unserer Besprechung mit Benzinmotoren ausgestattet sind', was den Eindruck erwecken kann, als wären alle drei Modelle ausschließlich Verbrennerfahrzeuge. Doch der Index „i-DM' im Namen des T1 i-DM sowie das visuelle Material, das die Verbindung des Fahrzeugs an eine Ladestation zeigt, weisen eindeutig darauf hin, dass dieses Modell ein Hybrid mit Lademöglichkeit (PHEV) ist. Somit ist die Formulierung von „Benzinmotoren' nur in dem Sinne richtig, dass die Hybridanlage einen Benzinmotor enthält, aber sie spiegelt das vollständige Bild des Energiesystems nicht wider. Außerdem werden in den Quellen keine genauen Zahlen für Leistung und Drehmoment des Benzinmotors des T1 i-DM sowie die Parameter seines elektrischen Komponenten angegeben, was die Vollständigkeit des Vergleichs in Bezug auf die dynamischen Eigenschaften einschränkt.
Fazit: Welchen Crossover wählen
Die Wahl zwischen den drei JETOUR-Modellen hängt weitgehend vom Einsatzzweck ab. Für die Stadt und für Alltagsfahrten mit ein bis zwei Passagieren scheint der X50 in Bezug auf das Verhältnis von Abmessungen, Preis und Wirtschaftlichkeit optimal zu sein – kompakt, einfach zu fahren und in der Basisausstattung erschwinglich. Familien mit Kindern, denen die dritte Sitzreihe und ein zusätzliches Volumen für Kinderdinge wichtig sind, sollten eher den X70PLUS mit seinen 438 Litern Kofferraum in der Fünfsitzer-Konfiguration und dem reichhaltigeren Interieur in Betracht ziehen. Für diejenigen, die ein Geländewagen-Optik, die maximale Sitzhöhe und den größten Kofferraum (574 Liter) schätzen und bereit sind, eine Hybridantriebseinheit zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs in der Stadt in Betracht zu ziehen, wird der T1 i-DM zur universellsten Lösung. Alle drei Crossover bieten eine Bodenfreiheit von etwa 200 mm und Dachreling, was sie nicht nur für Asphalt, sondern auch für leichtes Geländefahren und Reisen mit zusätzlichem Gepäck geeignet macht.