In der Nacht zum 19. Juli erlebte die ukrainische Hauptstadt einen massiven Angriff. Russische Streitkräfte griffen Kiew mit 41 Raketen und 125 Kampfdrohnen an. Dieses Ereignis löste breite Resonanz im Informationsraum aus, wo viele Quellen und Telegram-Kanäle diesen Angriff einstimmig als den größten seit Beginn des Krieges bezeichneten.

Die offiziellen Daten des Kommandos der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine (AFU) korrigieren dieses Bild jedoch erheblich. Der Leiter des Kommunikationsbüros des Luftwaffenkommandos, Jurij Ignat, kommentierte die Situation und widerlegte die These von der Einzigartigkeit des heutigen Angriffs.

Statistik gegen Emotionen

In seinem Facebook-Beitrag bestätigte Ignat, dass der heutige Angriff zwar tatsächlich einer der größten mit dem Einsatz von Ballistischen Raketen war. Er betonte jedoch, dass es falsch sei, ihn als den einzigen massiven Angriff zu bezeichnen. Laut dem General genügt es, die Statistik der letzten 35 Tage zu überdenken, um das wahre Bild zu erkennen.

Im vergangenen Monat hat Kiew bereits drei massiven Angriffen standgehalten, die hinsichtlich der Anzahl der ballistischen Raketen mit dem heutigen vergleichbar waren. Somit war der Angriff am 19. Juli der vierte in dieser Serie. Darüber hinaus wurden bei diesen Angriffen Dutzende von Marschflugkörpern verschiedener Typen und eine enorme Anzahl von unbemannten Fluggeräten eingesetzt.

Folgen des nächtlichen Angriffs

Trotzdem die ukrainischen Luftverteidigungskräfte die meisten feindlichen Ziele, einschließlich fast aller ballistischen Raketen, abschossen, trafen dennoch Treffer die Stadt. Das Hauptziel des Angriffs war Kiew. In mehreren Stadtteilen der Hauptstadt wurden Schäden an Wohngebäuden und Brände registriert.

Die Tragödie verschonte auch menschliche Leben nicht. Infolge der feindlichen Beschuss starb eine Person. Zudem sind 15 Verletzte bekannt. Details zu den Zerstörungen und die genauen Adressen der betroffenen Objekte werden weiter präzisiert, doch die Tatsache bleibt: Die Stadt befindet sich weiterhin unter der Bedrohung massiver Angriffe.

Jurij Ignat rief dazu auf, sich nicht von Emotionen leiten zu lassen und sich auf die nackten Zahlen zu konzentrieren, die zeigen, dass die Intensität der Beschüsse Kiews seit Wochen auf einem kritisch hohen Niveau bleibt.