In Kiew fand die Abschlussveranstaltung des Bildungsprojekts «Pokolinnya Zmin» («Generation des Wandels») statt, das vom Agrarholding Kernel mit Unterstützung der Initiative «Azov Dbaye» gestartet wurde. Im Laufe eines Jahres verwandelten 25 Kinder von Militärangehörigen unter Anleitung von Mentoren ihre eigenen Ideen in vollständige Forschungsprojekte und Prototypen – von KI ohne Internetzugang und der Erforschung von Bodenmikroorganismen bis hin zu Wasserstoff in Verbrennungsmotoren und sogar einem Konzept zur Terraformierung des Mars. 16 Teilnehmer erreichten die finale Präsentation und stellten ihre Ergebnisse auf dem Gelände des Golfcenters «Kosyn» vor, das den Veranstaltungsort bereitstellte und für die Gäste einen Golf-Meisterkurs durchführte.
Vom «Ich möchte» zum konkreten Projekt
Das Prinzip des Programms basiert auf der Autonomie der Teilnehmer: Die Jugendlichen bestimmen selbst die Richtung ihrer Arbeit, während die Mentoren helfen, das Interesse in eine strukturierte Aufgabe zu verwandeln. Eine fertige Liste von Berufen oder Themen ist im Programm nicht vorgesehen – jeder begann mit seinem eigenen «Ich möchte» und gestaltete dann gemeinsam mit dem Mentor den Forschungsweg. Im Laufe des Jahres erlernten die Teilnehmer strategisches Denken, Agronomie, Grundlagen der Arbeit mit künstlicher Intelligenz, öffentliche Auftritte und Berufsorientierung. Ein erheblicher Teil des Lernens fand in der Praxis statt: in Laboren, auf den Produktionsstandorten von Kernel und im Rahmen von Konsultationen mit Fachkräften des Unternehmens.
Konkrete Projekte der Finalisten
Unter den vorgestellten Arbeiten – die Forschung von Lilia, die sich mit den Eigenschaften von Trichoderma und seiner Anwendung in der Agrarsphäre befasste. Das Mädchen arbeitete im Labor zusammen mit einem Mikrobiologen, der bei der Ausarbeitung der Experimente half. «Ich träumte schon lange davon, in einem Labor zu sein und es auszuprobieren. Ich hätte nie gedacht, dass ich eine solche Gelegenheit hätte. Es war sehr toll, ich bin sehr zufrieden», erzählte die Teilnehmerin. Dmitri wählte ein ingenieurtechnisches Thema: Er untersuchte den Einfluss der Beimischung von Wasserstoff in den Ansaugkrümmer eines Motors auf Wirtschaftlichkeit, Leistung und Emissionsniveau. Die Idee entstand nach einem Gespräch mit einem Ingenieur des Polytechnischen Instituts, und bei der Arbeit half ihm sein Vater. Alisa wandte das Programm auf ihre eigene Leidenschaft an – den Eiskunstlauf: Sie untersuchte, wie man Schlittschuhe leichter machen kann, und begann bereits mit der Arbeit an einer Kufe aus einem leichteren Material. «Die Idee kam sehr leicht und einfach. Ich werde definitiv weitermachen, denn das ist für mich sehr wichtig», bemerkte sie.
Praxis statt Theorie
Für Kernel ist es grundsätzlich wichtig, dass die Teilnehmer nicht nur Wissen erwerben, sondern es auch sofort anwenden. Die Jugendlichen konnten sich an Ingenieure, Agronomen, Biologen, Energiefachleute, Logistiker und IT-Spezialisten des Unternehmens wenden und deren Expertise für die Entwicklung ihrer eigenen Ideen nutzen. Wie die Personalchefin von Kernel, Natalja Terjachina, sagte, war es den Teilnehmern leichter, in Bereichen zu arbeiten, in denen das Unternehmen Technologien und praktische Erfahrung teilen konnte. «Global zeigt das Projekt, dass man auch unter schwierigen Bedingungen Projekte schaffen kann, die der Entwicklung dienen», betonte sie.
Systematische Unterstützung der Familien der Verteidiger
«Für uns ist dies nicht einfach ein Bildungsprojekt, sondern eine systematische Unterstützung der Familien der Verteidiger. Wir möchten den Kindern die Möglichkeit geben, Stabilität zu spüren, an ihre eigenen Kräfte zu glauben und das Ergebnis ihrer Arbeit zu sehen. Gleichzeitig investieren wir in die Zukunft des Landes. Wir brauchen eine Generation von Forschern, Unternehmern und Managern, die strategisch denken, mit realen Geschäftsproblemen arbeiten und neue Lösungen schaffen können», erklärte Terjachina. Sie betonte auch, dass Kernel bereits Erfahrung in der Arbeit mit der Jugend hat: Über 400 Studenten lernen am Open Agro Tech University, etwa 100 von ihnen sind bereits im Unternehmen beschäftigt. «Pokolinnya Zmin» ist für uns der natürliche nächste Schritt, fügte die Leiterin hinzu.
Kontext und Perspektiven
Das Projekt «Pokolinnya Zmin» wurde zu einem Element der unternehmensbezogenen Sozialstrategie von Kernel, die auf die Unterstützung der Familien von Militärangehörigen abzielt. Das Format des einjährigen Programms mit Mentorenbegleitung und praktischem Bestandteil unterscheidet es von kurzfristigen Bildungskursen: Die Teilnehmer erhalten nicht nur einen Wissensschatz, sondern die Erfahrung eines vollständigen Zyklus – von der Formulierung einer Hypothese bis zur Präsentation eines fertigen Prototyps. Die Abschlussveranstaltung auf dem Gelände des Golfcenters «Kosyn» wurde zu einer öffentlichen Demonstration der Ergebnisse und gleichzeitig einem Signal für potenzielle Partner und Mentoren, die bereit sind, an weiteren Saisons des Programms teilzunehmen.