Zwischen rechtem und linkem Ufer von Kiew verkehren insgesamt 21 Linien des Oberflächennahverkehrs. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf eine Veröffentlichung der Pressestelle der Kyiwer Stadtverwaltung (KGGa). Die Abteilung für Transportinfrastruktur der KGGa präzisierte, dass gerade die Inbetriebnahme der neuen temporären Buslinie die Zahl der uferübergreifenden Verbindungen auf 21 gebracht hat. Auf dem Foto ist eine der bestehenden Fährverbindungen über den Dnipro zu sehen, über die täglich Tausende von Fahrgästen und Fahrzeuge passieren.
Einundzwanzig Linien: Was die Ufer verbindet
Laut Angaben der Abteilung für Transportinfrastruktur der KGGa wird die Verkehrsverbindung zwischen rechtem und linkem Dnipro-Ufer sowohl durch Bus- als auch durch Trolleybuslinien sichergestellt, deren Strecken den Fluss überqueren. Die Verwaltung veröffentlichte die entsprechenden Listen der Bus- und Trolleybuslinien und erinnerte daran, dass bei höchster Fahrgastfrequenz auf diesen Linien ein bestimmter Fuhrpark im Einsatz ist. Damit bleibt der Oberflächennahverkehr das zentrale Instrument zur Verknüpfung der beiden Stadtteile der Hauptstadt, insbesondere wenn einzelne Metroabschnitte vorübergehend nicht verfügbar sind.
Temporärer Bus Nr. 1-M: Alternative, kein Ersatz
Seit dem 3. September verkehrt der temporäre Bus Nr. 1-M auf der Strecke „Metrostation ‚Sportpalast‘ – Metrostation ‚Lesnaja‘“. Ein erheblicher Teil seiner Route verläuft entlang des oberirdischen Abschnitts der Swjatoschynsko-Browarska- (sogenannten „roten“) Metrolinie. Erst nach der Inbetriebnahme dieser Verbindung erreichte die Gesamtzahl der Linien, die rechtes und linkes Ufer verbinden, die Marke von 21. Die KGGa betonte, dass die temporäre Linie 1-M eine zusätzliche Alternative für Fahrgäste darstellt und nicht als vollwertiger Ersatz für die Metro positioniert wird.
Sicherheitskontext: Sirenen und farbige Benachrichtigungen
Die Aktualisierung des Verkehrssystems erfolgt vor dem Hintergrund einer angespannten Lage: In Kiew und der Oblast werden regelmäßig Luftalarme ausgelöst – es können mehr als zehn pro Tag sein, da über der Hauptstadtregion hochgeschwindigkeitsfähige Drohnen gestartet werden, deren neue Welle nach vorliegenden Angaben Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h erreichen kann. Seit dem 6. September ist in der Hauptstadt eine neue Benachrichtigung über Luftbedrohungen in Betrieb, bei der die Anzeigefarbe die konkrete Art der Gefahr angibt. Außerdem wurde den städtischen Behörden empfohlen, die Dauer der Ausgangssperre zu verkürzen.
Für Bewohner und Gäste der Stadt lautet der praktische Schluss einfach: Bei der Planung der Dnipro-Überquerung sollten sowohl die Metro als auch die 21 Oberflächennahverkehrslinien, einschließlich des temporären Busses Nr. 1-M, berücksichtigt sowie die aktuellen Benachrichtigungen über Luftbedrohungen beachtet werden. Die vollständigen Listen der Bus- und Trolleybus-Überquerungen sind in den Veröffentlichungen der Abteilung für Transportinfrastruktur der KGGa verfügbar.