Am 1. September 2026 begann in Kiew das neue Schuljahr. Laut Angaben des Rathauses werden 361.000 Schüler die Bänke drücken, darunter mehr als 16.000 Erstklässler. Die Vorbereitungen zur Eröffnung der Schulen wurden von einer feierlichen Zeremonie begleitet, bei der Bürgermeister Vitali Klitschko Auszeichnungen an die besten Lehrkräfte und Eltern von Siegern internationaler Olympiaden überreichte. Unter den Bedingungen des anhaltenden Krieges hat die Stadtverwaltung die maximale Sicherheit und Energieunabhängigkeit der Bildungseinrichtungen priorisiert.

Umfang des Bildungssystems der Hauptstadt

In diesem Schuljahr sind in Kiew 1.018 Bildungseinrichtungen verschiedener Ebenen tätig: von Kindergärten bis zu Hochschulen. Die Betreuung dieses riesigen Clusters erfordert die Arbeit von mehr als 62.500 Fachkräften. Der Bürgermeister der Hauptstadt betonte, dass das Bildungssystem unter extremen Bedingungen arbeitet, in denen ein erheblicher Teil des Lehrpersonals nicht nur unterrichtet, sondern auch das Land schützt. Laut Klitschko befinden sich derzeit fast 500 Lehrer der Hauptstadt an der Front, und 40 von ihnen sind beim Schutz der Unabhängigkeit der Ukraine gefallen. Während der Zeremonie wurden die Verdienste derjenigen gewürdigt, die trotz aller Schwierigkeiten weiterarbeiten.

Priorität Sicherheit und Energiebeständigkeit

Die physische Sicherheit von Kindern und Lehrern bleibt im Jahr 2026 die Hauptpriorität der Stadtverwaltung. Das Programm „Schaffung einer sicheren Bildungsumgebung' umfasst die physische Bewachung aller Schulen, die Installation von Notknöpfen, eine rund-um-die-Uhr-Zentralüberwachung, Videoüberwachung und Alarmsysteme. Ein wichtiger Aspekt war auch die Energiebeständigkeit: Derzeit sind 847 Bildungseinrichtungen mit Generatoren ausgestattet, und 210 mit Wechselrichtern mit Akkumulatoren. Das Ziel der Behörden ist es, alle Schulen der Stadt mit Reserveenergiequellen zu versorgen, damit der Unterricht nicht durch Stromausfälle unterbrochen wird.

Ausbau des Schutzraumsystems und Wiederherstellung von Objekten

Kiew hat das Netz der Schutzanlagen in den Schulen erheblich erweitert. Gegenwärtig gibt es in den Bildungseinrichtungen der Stadt 375.000 Plätze in Schutzräumen, was 170.000 mehr als im Jahr 2022 ist. In diesen Anlagen werden Notbeleuchtung, Stromquellen und Lüftungssysteme installiert. In 393 Schulen funktioniert in den Schutzräumen WLAN, was es ermöglicht, die Kommunikation aufrechtzuerhalten und den Unterricht auch während des Alarms fortzusetzen. In den Jahren 2024–2025 wurden 9 Anlagen für Doppelnutzung gebaut. Parallel dazu läuft die Wiederherstellung von Objekten, die durch feindliche Angriffe beschädigt wurden: Seit Beginn des Krieges wurden 314 Bildungseinrichtungen beschädigt, davon 107 im Jahr 2026. 205 Objekte haben ihren Betrieb bereits wieder aufgenommen, und an 109 laufen weiterhin Wiederherstellungsarbeiten.