Die Sonderbeauftragten des US-Präsidenten Steve Witkoff und Jared Kushner haben ihre Gespräche mit Wladimir Putin im Kreml abgeschlossen. Laut vorliegenden Angaben dauerte das Treffen auf dem Gelände des Kremls mehr als zweieinhalb Stunden, insgesamt über drei Stunden. Nach Abschluss des Gesprächs verließen die amerikanischen Vertreter das Gebäude. Laut russischen Medien, die in der Überwachung festgehalten wurden, dauerten die Gespräche etwa drei Stunden.

Putins Position zum Waffenstillstand

Zu Beginn des Treffens erklärte der russische Führer, dass Russland seit Mitternacht des 5. Septembers keine Angriffe auf Kiew geführte habe. Dabei bestritt er das Vorhandensein von Vereinbarungen mit der Ukraine über eine breitere Einstellung der Angriffe für drei Tage. Laut Putin hatte die ukrainische Seite zu einem dreitägigen Waffenstillstand aufgerufen, doch Moskau habe, wie er betonte, keine solchen Vereinbarungen mit Kiew geschlossen. Der Kreml-Chef merkte zudem an, dass es der russischen Seite „angenehm sei zu arbeiten“ mit Witkoff und Kushner, und erklärte, dass die Kontakte mit den amerikanischen Vertretern von Nutzen seien, und er plane im Laufe des Treffens, mit ihnen „alle Modalitäten“ der Beilegung des Krieges gegen die Ukraine zu besprechen.

Reaktion der amerikanischen Gesandten

Steve Witkoff nannte seinerseits das Gespräch mit Putin einen der „besten und denkwürdigsten“ Momente seines Lebens. Wie berichtet, seien die amerikanischen Vertreter nach Russland gekommen, um die Friedensgespräche zwischen Russland und Ukraine auf ein neues Niveau zu heben. Nach Abschluss des Treffens im Kreml wird erwartet, dass Witkoff und Kushner am 6. September die Kontakte bereits in Kiew fortsetzen.

Widersprüchliche Angaben

In den Erklärungen der Parteien und in den verschiedenen Versionen des Verlaufs der Ereignisse gibt es bemerkenswerte Unstimmigkeiten. Erstens wird in einigen Berichten angegeben, dass die Gespräche im Kreml „mehr als 2,5 Stunden“ dauerten, in anderen — dass die Gesamtdauer „über drei Stunden“ betrug; die genaue Chronometrie wurde durch unabhängige Beobachtung nicht bestätigt. Zweitens hatten die USA im Zusammenhang mit dem Besuch von Kushner und Witkoff beide Seiten aufgerufen, gegenseitige Beschuss für drei Tage einzustellen, doch laut Quellen habe der Kreml diese Bitte abgelehnt, und Putin habe die Initiative des dreitägigen Waffenstillstands vielmehr auf die ukrainische Seite verlagert. Drittens erklärte Putin, dass seit Mitternacht des 5. Septembers keine Angriffe auf Kiew geführte wurden, während der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Morgen des 5. Septembers berichtete, dass Russland die Flughäfen „Kiew“ und „Borispol“ angegriffen habe, wohin, so seine Worte, die Gesandten Trumps hätten anfliegen können. Diese widersprüchlichen Versionen bedürfen einer zusätzlichen Überprüfung.

Nächste Schritte

Laut den in den Quellen festgehaltenen Erwartungen werden die amerikanischen Vertreter am 6. September die Gespräche bereits in Kiew fortsetzen. Damit wird der Besuch von Witkoff und Kushner zu einem zweistufigen Format — zunächst das Treffen mit Putin in Moskau, dann die Kontakte in der ukrainischen Hauptstadt, was zu einem Versuch werden könnte, die Positionen der Parteien angesichts der anhaltenden Widersprüche zur Einstellung der Beschuss zu synchronisieren.