Larysa Rusnak, die bekannte Schauspielerin und TV-Moderatorin, erinnerte sich in einem Interview für Wave RBC.UA (unter Verweis auf einen Beitrag von Styler) an die fast zwei Jahrzehnte dauernde Zeit in der beliebten Lotterie-Show „Loto-Zabava“. Ihren Worten zufolge wurde die Sendung, die das Publikum als „Millionärsfabrik“ bezeichnete, für sie nicht einfach nur ein Job, sondern ein ganzes Lebenskapitel, das unerwartet und schmerzhaft endete. Die Schauspielerin gestand, dass ihr der Grund für ihren Abgang aus der Sendung nie erklärt wurde.

18 Jahre in der „Millionärsfabrik“

Rusnak betonte, dass sie ins Fernsehen nicht mit einem bestimmten Ziel gekommen sei – sie habe einfach etwas Neues ausprobieren wollen. „Einfach nur der Wunsch, etwas Neues auszuprobieren. Das hat sich dann über 18 Jahre hingezogen“, erklärte sie. Die Moderatorin merkte an, dass die Live-Sendungen ständige Konzentration erforderten: Man musste mit mehreren Kameras arbeiten, die Menschen in der Studio sehen und jedes Mal den Text neu lernen. Gerade diese Regelmäßigkeit – der Auftritt jeden Sonntag – prägte ihr unverwechselbares Image für Millionen Zuschauer.

Ein Image, das im Kino im Weg stand

Der Beliebtheit der TV-Show zufolge stand sie der Schauspielerin eine Zeitlang sogar im Kino im Weg. Die Zuschauer waren es so gewohnt, sie jeden Sonntag zu sehen, dass es ihr schwerfiel, das Image der Moderatorin abzuschütteln. „Es gab eine Phase, in der man mich nur deshalb erkannte: Jeden Sonntag wird dieses Gesicht gezeigt, das kann man nicht vergessen“, erinnerte sich Rusnak. Um sich vom gewohnten Image zu lösen, übernahm sie bewusst dramatische Rollen, darunter auch Frauen, die von Alkohol abhängig waren. „Aber mit der Zeit ist das vergangen, wie alles im Leben“, merkte sie an.

Plötzliche Kündigung und „Ruhestands“-Uhr

Das Schmerzhafteste für Larysa war, wie ihre Arbeit an dem Projekt endete. Ihren Worten zufolge war die Entscheidung plötzlich: Eines Tages wurde ihr einfach mitgeteilt, dass sie nicht mehr Moderatorin sein werde. „Man hat mir einfach gesagt: ‚Aus, du moderierst nicht mehr‘. Plötzlich, an einem einzigen Tag. Es war sehr schmerzhaft“, erzählte die Schauspielerin. Sie erinnerte sich auch an ein symbolisches Geschenk, das sie nach der Kündigung erhielt: „Man hat mir sogar eine Uhr geschenkt, wie einer Rentnerin. Das fühlte sich an wie ein Trostpreis.“ Einer der Moderatoren wurde, so ihre Worte, behalten, an ihre Stelle begann man, junge Mädchen zu suchen. „Da habe ich mir gedacht, ich werde langsam ‚zum Friedhof kriechen‘ müssen“, erinnerte sich Rusnak.

Version über die bürgerliche Haltung

Die Journalisten fragten die Schauspielerin auch nach der Version, wonach sie wegen ihrer bürgerlichen Haltung, die angeblich nicht mit den Ansichten der Leitung übereinstimmte, aus dem Projekt genommen worden sein könnte. Rusnak bestätigte oder widerlegte diese Vermutung nicht: „Ich weiß es nicht, mir hat das niemand gesagt. Vielleicht ja, vielleicht nein.“ Heute spricht sie über Erfolg nicht durch die Brille der Popularität oder der Anzahl der TV-Projekte, sondern durch die Möglichkeit, sich im Beruf zu verwirklichen: „Die Möglichkeit, sich zu verwirklichen, in seinem Beruf maximal das zu tun, was man will.“

Widersprüchliche Angaben

In den Quellen gibt es eine Abweichung in der Dauer von Rusnaks Arbeit am Projekt. Der Haupttext des Interviews und der Beitrag von Styler sprechen von 18 Jahren bei „Loto-Zabava“, während die Schlagzeile des Beitrags auf kp.ua den Abgang der Schauspielerin „nach 20 Jahren im Fernsehen“ formuliert. Die genaue Zahl – 18 oder 20 Jahre – stimmt in den öffentlichen Quellen also nicht überein, und die Redaktion führt beide Versionen an. Außerdem bleibt die Version über die Kündigung wegen der bürgerlichen Haltung unbestätigt: Die Schauspielerin selbst hat sie weder widerlegt noch bestätigt, sondern lediglich angemerkt, dass ihr niemand den Grund für die Entscheidung erklärt habe.