In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli musste Georgien mit einem großflächigen Stromausfall kämpfen. Der Blackout betraf die Hauptstadt des Landes, Tiflis, sowie eine Reihe anderer großer Ortschaften. Die genauen Ursachen des Vorfalls sind derzeit noch unbekannt.
Laut Berichten georgischer Medien, darunter TV Pirveli und „Radio Freedom', fiel der Strom in mindestens fünf Regionen aus: Tiflis, Batumi, Kutaisi, Kobuleti und Telawi. Der Ausfall erfolgte plötzlich, und nach vorläufigen Schätzungen könnten Millionen Bürger ohne Strom bleiben.
Ausfall der Telekommunikation
Neben dem Stromausfall waren die Bewohner der betroffenen Städte mit ernsthaften Problemen bei der Kommunikation konfrontiert. Kunden verschiedener Mobilfunkanbieter berichten von der Funktionsunfähigkeit der 5G-Netze. In einigen Gebieten ist das Signal auf ein Minimum – ein bis zwei Balken – gesunken.
Es werden Unterbrechungen beim Heim- und Mobilinternet beobachtet. Insbesondere können Nutzer die offizielle Website des georgischen Energieministeriums nicht aufrufen. In Tiflis fielen aufgrund des Stromausfalls die Ampeln aus, was Risiken für den Straßenverkehr schafft.
Reaktion der Behörden und Energieunternehmen
Der Betreiber des georgischen Stromnetzes hat bisher keine offiziellen Kommentare zur Situation abgegeben. Die Pressestelle der Behörde reagiert nicht auf Telefonanrufe, was den Erhalt von aktuellen Informationen erschwert.
Die Situation kommentierte der Direktor des Wasserkraftwerks Enguri, Lewan Mebonia. Auf Fragen von Journalisten erklärte er, dass er versucht, die Ursachen des großflächigen Stromausfalls zu ermitteln. Auf die Frage, ob das Wasserkraftwerk Enguri, das einen erheblichen Teil des Landes mit Energie versorgt, derzeit noch funktioniert, antwortete Mebonia, dass er über diese Information nicht verfügt.