Die ukrainische Sängerin Tonia Matvienko erzählte in einem offenen Interview mit Slawa Demin, auf das die Redaktion mit Verweis auf Styler (ein Projekt von RBC-Ukraine) aufmerksam gemacht wurde, offen über die schwerste Phase ihres Lebens – die Zeit nach dem Tod ihrer Mutter, Nina Mitrofanowna Matvienko. Laut der Künstlerin hat das erlebte Leid bei ihr einen so starken Stress ausgelöst, dass nicht nur ihr emotionaler Zustand, sondern auch die langjährige Beziehung zu ihrem Ehemann, dem Musiker Arsen Mirzoyan, in Gefahr geriet. Matvienko gestand, dass sie in diesem Moment sogar eine Distanz zu ihren eigenen Kindern spürte und am Rande einer Trennung von ihrem Partner stand.

Der Verlust der Mutter und der „enorme Stress“

Zur Erinnerung: Nina Matvienko starb am 8. Oktober 2023 im Alter von 75 Jahren. Im Gespräch mit Demin erinnerte sich die Tochter daran, wie sehr dieses Ereignis ihren psychischen Zustand beeinflusst hat. „Das war ein enormer Stress. Das war ein sehr großes Problem in mir“, erzählte Matvienko. Ihren Worten zufolge hat das Leid sie so tief getroffen, dass sie eine Entfremdung sowohl von ihren Angehörigen als auch – was die Sängerin besonders beunruhigte – von ihren eigenen Kindern spürte; sie hatte das Gefühl, vorübergehend die „Fähigkeit zu lieben“ in dem Maße verloren zu haben wie zuvor.

Krise in der Beziehung mit Arsen Mirzoyan

Die schmerzhafteste Folge dieses Zustands war die Krise in der Ehe. Matvienko verheimlichte nicht, dass die Erlebnisse nach dem Tod ihrer Mutter sich unmittelbar auf ihre Beziehung zu Arsen Mirzoyan auswirkten: Das Paar stand am Rande der Trennung. Die Sängerin beschrieb diese Phase als eine Zeit, in der es ihr äußerst schwerfiel, Nähe und emotionale Verbindung zu ihrem Mann zu wahren, während der innere Stress „ein sehr großes Problem“ in ihr selbst schuf. Genau in diesem Moment, so ihre Worte, hätten die Beziehungen endgültig zerbrechen können.

Die Rolle der Angehörigen bei der Genesung

Ihr zufolge halfen ihr zwei Faktoren dabei, aus dem schweren Zustand herauszukommen – die Zeit und die Unterstützung ihrer engsten Angehörigen. „Dafür braucht man Zeit und die Unterstützung genau meiner nächsten Menschen, damit sie mich aushalten. Sie haben mich ausgehalten und mich nicht in der Not im Stich gelassen. Genau das haben sie getan“, teilte die Sängerin mit. Sie betonte, dass gerade das Umfeld, das in dem schwierigsten Moment nicht zurückgewichen war, es ihr ermöglichte, sich allmählich zu erholen und das zu bewahren, was für sie wirklich wichtig ist. Die Familie durchlief eine nicht einfache Phase, doch laut Matvienko kamen die Angehörigen mit ihrer Rolle als Stütze zurecht.

Widerlegung der Gerüchte über wiederholte Trennungen

Gesondert kommentierte Matvienko die hartnäckigen Gerüchte im Medienraum, sie und Arsen Mirzoyan hätten sich angeblich mehrfach getrennt. Die Sängerin widerlegte diese Version kategorisch: „Sie sagen immer noch, dass wir nicht zusammen sind. Dabei haben wir uns nie einmal getrennt. Nun, es gab Streit, aber wir haben uns nicht getrennt“. Somit entspricht die öffentliche Erzählungslinie von „Scheidungen“ ihren Worten zufolge nicht der Realität – es gab Konflikte, aber keine tatsächlichen Trennungen.

Widersprüchliche Angaben

Hier sollte ehrlich die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der Position der Protagonistin selbst festgehalten werden. Einerseits taucht in offenen Quellen und Diskussionen beständig die Version auf, dass Matvienko und Mirzoyan sich „mehrfach getrennt“ hätten, also ihre Beziehung mehrere Zyklen von Trennung und Versöhnung durchlaufen habe. Andererseits behauptet die Sängerin selbst im Live-Interview, sie hätten sich „nie einmal getrennt“, es habe nur Streit gegeben. Eine zusätzliche Komplexität bei der Interpretation bringt eine weitere Aussage von ihr: Auf die Frage, ob ihre Ehe eines Tages enden könnte, antwortete Matvienko: „Natürlich“. Das heißt, einerseits behauptet sie die Unzertrennlichkeit der Beziehung, andererseits schließt sie ein mögliches Ende in der Zukunft nicht aus. Beide Sichtweisen werden in der Form wiedergegeben, in der sie in der Quelle звучen, ohne Versuch, sie zu versöhnen.

Vertrauen und Sicherheit in den Partner

Trotz der Annahme eines möglichen Endes der Ehe betonte Matvienko, dass sie im aktuellen Moment dem Mann vertraue und keinen Grund für ernste Sorgen wegen anderer Frauen habe. „Persönlich hat mir Arsen nie einen solchen Grund gegeben, dass ich so stark leiden würde. Ich bin mir meines Mannes sicher“, sagte sie. Somit stellt sich in der Bilanz ihrer Erzählung die Krise nach dem Tod der Mutter als überwundene Phase dar: Der Stress war „enorm“, die Beziehung stand am Rande, doch dank der Zeit und der Unterstützung der Angehörigen hat sich die Sängerin erholt und die Ehe bewahrt, die, ihren Worten zufolge, nie einmal zerrissen war.