Olga Sumskaja hat in einem kürzlichen Interview mit der Publikation „Blischtsche do sjirok“ offen über den Beginn ihrer Affäre mit Witali Borissjuk erzählt, die auf der Bühne entstand, während die Schauspielerin noch mit Jewgeni Papternyj verheiratet war. Ihren Worten zufolge wurde gerade die gemeinsame Arbeit in einem Theaterstück zu einer unsichtbaren Brücke, die schließlich zu Gefühlen heranwuchs und das Leben aller dreier veränderte. Die Schauspielerin verschleierte nicht, dass ihre Beziehung in jener Zeit von der Umgebung bemerkt wurde, und das Ende des ersten Kapitels ihrer persönlichen Geschichte war dramatisch und überraschend – sogar für sie selbst.
Die Bühne als Kreuzungspunkt: „Blutige Hochzeit“
Zur Zeit der Bekanntschaft mit Witali Borissjuk war Olga Sumskaja mit dem Schauspieler Jewgeni Papternyj verheiratet. Das Paar hatte bereits eine kleine Tochter, Antonina, und die Künstlerin arbeitete weiterhin aktiv am Theater. Gerade auf der Bühne kreuzten sich ihre Wege: Sumskaja und Borissjuk spielten gemeinsam in der Inszenierung „Blutige Hochzeit“ („Krwawaja swadba“). Nach und nach wuchs aus der beruflichen Zusammenarbeit eine romantische Beziehung heran. Bemerkenswert ist, dass Borissjuk zu diesem Zeitpunkt bereits geschieden war, während Sumskaja in der Ehe blieb, was ihrer Annäherung zusätzliche Komplexität und emotionale Belastung verlieh.
„Du fliegst, du tust wahnsinnige Dinge“
Sumskaja gestand, dass es immer schwieriger wurde, ihre Gefühle zu verbergen. In ihrer eigenen Beschreibung sah die Umgebung faktisch, dass zwischen ihr und Borissjuk mehr geschah als nur kollegiales Miteinander. „Ja, das haben alle gesehen. Deshalb verstehe ich selbst nicht, wie wir uns nicht zurückgehalten haben, wie uns der Strom mitgerissen hat. Du fliegst, du tust irgendwelche wahnsinnigen Dinge“, erinnerte sich die Schauspielerin und beschrieb den Zustand, in dem sich beide Beteiligten der Affäre befanden. Dieses Zitat unterstreicht, dass ihre Beziehung aus Sumskajas Sicht weniger ein Geheimnis als vielmehr ein kollektives Nichtgesagtes war, das niemand als Erster aussprechen wollte.
Ein einziges Foto, das alles veränderte
Die geheime Affäre wurde letztlich durch eine scheinbar völlig unbedeutende Kleinigkeit aufgedeckt. Sumskaja trug ein Foto von Witali Borissjuk in ihrer Handtasche. Genau dieses Foto fand damals der Ehemann der Schauspielerin, Jewgeni Papternyj. „Ich habe es mir in meine Tasche gelegt, und Jewgeni Wssiljewitsch Papternyj fand dieses Foto in meiner Tasche. Und damit begann es“, teilte die Star mit. Ihren Worten zufolge begann genau nach diesem Fund ihre erste Ehe unaufhaltsam zu zerfallen. Sumskaja verließ schließlich Papternyj und wählte die Beziehung zu Borissjuk, was einen Wendepunkt in ihrem Privatleben darstellte.
Der Bumerang: Als Sumskaja auf der anderen Seite stand
Jahre später spielte das Schicksal der Schauspielerin einen bitteren Streich: Olga Sumskaja selbst befand sich auf der anderen Seite der Geschichte einer Untreue. Witali Borissjuk, so erzählte sie, war ihr ebenfalls untreu. Diesmal gelang es dem Paar jedoch, die Ehe zu retten. Den Worten Sumskajas zufolge spielte ihre Schwangerschaft eine entscheidende Rolle: Als sie von der Untreue ihres Mannes erfuhr, erwartete sie die Tochter Anna. Die Künstlerin vermutete, dass ihre Beziehung ohne diese Nachricht wahrscheinlich geendet hätte. Borissjuk zu vergeben war nicht leicht, aber ein offenes Gespräch, sein Eingeständnis des Fehlers und die starken Gefühle halfen dem Paar, die Krise zu überstehen. Später, so Sumskaja, kam bei ihnen sogar eine Art „zweiter Honigmond“.
Der Lebensbumerang aus Sicht der Schauspielerin
Olga Sumskaja sieht in dieser Kette von Ereignissen einen eigentümlichen Lebensbumerang. Sie ist der Meinung, dass der Schmerz, den sie einst ihrem ersten Ehemann Jewgeni Papternyj zufügte, sie später selbst in der Ehe mit Borissjuk erlebte. Diese Reflexion verleiht ihrer Erzählung nicht nur einen memoirenhaften, sondern auch einen philosophischen Unterton: Die Schauspierin betrachtet ihre eigenen Taten der Vergangenheit durch die Brille dessen, was sie selbst durchleben musste. Das Collage, in dem im Vordergrund ein nachdenklicher und müder Papternyj zu sehen ist und im Hintergrund das lächelnde Paar Sumskaja und Borissjuk, fixiert diese Doppeldeutigkeit visuell: Einer blieb im Schatten des Glücks anderer, während die anderen ein neues Leben aufbauten, wenn auch nicht ohne innere Risse.