In Kiew auf dem linken Ufer hat eine der Kliniken des Netzwerks „Dobrobut' ihren Betrieb vorübergehend eingestellt. Grund hierfür sind die Folgen einer nächtlichen Attacke, bei der das Gebäude schwer beschädigt wurde. Das medizinische Zentrum wird am 1. und 2. August keine Patienten empfangen.

Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf Vertreter des medizinischen Netzwerks berichtet, kam es in der Nacht in der Nähe der Klinik zu einer starken Explosion. Obwohl keine Mitarbeiter verletzt wurden, ist der Sachschaden am Gebäude erheblich. Bei der Attacke wurden die Eingangstüren eingetreten, Fenster und Glasflächen zertrümmert, die Fassade beschädigt sowie der im Inneren befindliche Apothekenpunkt in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Team aus medizinischem Personal und technischen Spezialisten arbeitet seit dem frühen Morgen vor Ort, um das Ausmaß der Zerstörung zu bewerten und mit den Wiederherstellungsarbeiten zu beginnen. Das Ziel ist es, den normalen Betrieb der Einrichtung so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.

Wo können Verletzte Hilfe erhalten?

Patienten, die in diesen Tagen medizinische Hilfe benötigen, rät das Netzwerk „Dobrobut', sich an den Kontakt-Center zu wenden, um Beratung zu erhalten und an andere Filialen weitergeleitet zu werden.

Andere spezialisierte Krankenhäuser des Netzwerks – an der ul. Idzikowskich 3 und am Prospekt Batschana 12-A – leisten im Gegenzug zwei Tage lang kostenlose Hilfe für diejenigen, die durch die Beschießung verletzt wurden.

Kontext der Attacke

Die Ereignisse ereigneten sich vor dem Hintergrund eines massiven Angriffs Russlands auf Kiew in der Nacht zum 1. August. Nach offiziellen Angaben kamen bei der Attacke neun Menschen ums Leben, mindestens 27 weitere wurden verletzt, darunter vier Kinder. Schäden wurden in den Stadtteilen Solomenskyj, Holosijiwskyj, Darnyzkyj, Schewtschenkyj, Petscherskyj und Dniprowskyj der Hauptstadt registriert.

Insgesamt griff Russland in dieser Nacht die Ukraine mit 35 Raketen und 185 Drohnen an. Hauptziel war die Oblast Kiew, jedoch wurden auch die Oblaste Dnipropetrowsk, Sumy, Charkiw und Poltawa getroffen.