Unmittelbar nach seinem Rücktritt als ukrainischer Verteidigungsminister erhielt Michail Fedorow ein unerwartetes Angebot aus dem Ausland. Der Leiter des italienischen Verteidigungsressorts, Guido Crosetto, lud den Ex-Minister persönlich ein, als Berater in Rom zu arbeiten.

Ein persönlicher Anruf aus Rom

Der italienische Verteidigungsminister berichtete, dass der Kontakt zu seinem ukrainischen Kollegen praktisch sofort nach seinem Ausscheiden aus der Regierung wiederhergestellt wurde. Laut Crosetto rief er Fedorow bereits am Tag nach der offiziellen Ankündigung seines Rücktritts an.

„Ich habe ihn am Tag nach seiner Entlassung angerufen und gefragt: ‚Wann möchtest du nach Rom kommen und als Berater mit mir arbeiten?‘“, zitiert Crosetto seine eigenen Worte. Fedorow nahm das Angebot an und nahm es als Zeichen des Respekts und der Freundschaft auf.

Anerkennung der Verdienste bei der technologischen Transformation

Crosetto sparte nicht mit Komplimenten und würdigte den Beitrag Fedorows zur Modernisierung der ukrainischen Armee hoch. Der italienische Minister betonte, dass der ukrainische Kollege einer derjenigen war, der die Regeln des modernen Krieges vollständig neu geschrieben hat.

Laut Einschätzung von Crosetto gelang es der Ukraine dank der Einführung neuer Technologien und der Entwicklung von Drohnensystemen, die von Fedorow initiiert wurden, zunächst die Invasion zu stoppen und dann den Verlauf der Kampfhandlungen zu ihren Gunsten zu verändern.

Ablehnung neuer Positionen in Kiew

Die Ereignisse rund um den Statuswechsel Fedorows beschränken sich nicht auf internationale Angebote. Zuvor wurde berichtet, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj versuchte, den Ex-Minister in der Regierung zu halten, indem er ihm die Position eines Beraters des Staatsoberhaupts anbot.

Fedorow lehnte diese Option ab. Später erklärte Selenskyj, er habe dem ehemaligen Minister den Posten des Vizepremierministers für militärische Innovationen angeboten. Doch Fedorow blieb unerschütterlich und erklärte, er werde keine Regierungsposition annehmen, außer der, die er zuvor innehatte.