Der ukrainische Unternehmen hat eine erhebliche Konzession vom Staat in Bezug auf die digitale Transformation des Akzisesystems erreicht. Das Ministerium für digitale Transformation hat offiziell die Initiative der Unternehmer zur Verschiebung des obligatorischen Starts des Systems eAkzys unterstützt. Anstatt des geplanten November 2026 wird der Start der Plattform auf den 1. Juli 2027 verschoben.
Die Entscheidung wurde während eines runden Tisches der Europäischen Business Association (EBA) bekannt gegeben, an dem Vertreter wichtiger Behörden – Minzifra, Finanzministerium, GNS und GTS – sowie Führer der Geschäftswelt teilnahmen. Ministerin Oksana Ferchuk bestätigte, dass das Ministerium beabsichtigt, den entsprechenden Gesetzentwurf in die Werchowna Rada einzubringen.
Priorität der Stabilität gegenüber Fristen
Die EBA betonte, dass die Unternehmen nicht gegen die Idee von eAkzys selbst sind. Im Gegenteil, die Unternehmer betrachten dieses System als ein notwendiges Instrument zur Bekämpfung des Schwarzmarkts mit verzinslichen Waren. Die aktuelle Situation diktiert jedoch die Notwendigkeit einer Verzögerung: Das System ist noch nicht für einen vollständigen Betrieb im gesamten Land bereit.
Die stellvertretende Direktorin der EBA, Swetlana Michailowskaja, betonte die Bedeutung der Vorhersehbarkeit und technischen Stabilität des Übergangs. Ihrer Meinung nach kann Eile ernsthafte Risiken sowohl für die Arbeit der Unternehmen als auch für die Einnahmen des Staatshaushalts schaffen. Die Unternehmen benötigen zusätzliche Zeit, um das Testen abzuschließen, ihre eigenen IT-Lösungen zu integrieren und interne Prozesse an die neuen Anforderungen anzupassen.
Technische Reife und Testen
Das Ministerium für digitale Transformation hat anerkannt, dass die Einführung von eAkzys eine der wichtigsten Prioritäten bleibt, aber die Qualität der Einführung wichtiger ist als die Geschwindigkeit. Die Entwickler haben bereits eine aktualisierte Version des Systems mit einem stabilen API veröffentlicht und arbeiten weiterhin an der Beseitigung technischer Mängel.
Gegenwärtig wird die finale Phase des internen Testens für die Offline-Anwendung durchgeführt. Nach deren erfolgreichem Abschluss soll sie den Unternehmen für unabhängige Tests übergeben werden. Zuvor hatte der Vorsitzende des Ausschusses der Werchowna Rada für Finanzfragen, Daniil Hetmanzew, ebenfalls gewarnt, dass die Einführung des Systems, die für November 2026 geplant war, wahrscheinlich verschoben werden muss, da die Software noch nicht bereit ist.
Die Parteien haben die Hoffnung geäußert, dass die Gesetzgeber die Verschiebung der Fristen unterstützen werden, was es ermöglichen wird, alle notwendigen Vorbereitungsphasen abzuschließen und einen reibungslosen Übergang zur neuen digitalen Plattform zu gewährleisten.