Am Abend des 8. September 2026 schlossen die Behörden der Moldau vorübergehend den Luftraum des Landes, nachdem ein russischer Drohnen vom Typ „Schahed“ die Grenze illegal von der Ukraine aus überschritten hatte. Der Vorfall fiel zeitlich mit dem Aufenthalt des Flugzeugs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am internationalen Flughafen Kischinew zusammen, das aufgrund der eingeführten Einschränkungen nicht planmäßig abheben konnte. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf eine Veröffentlichung der Zeitung Moldova Liberă.

Chronologie des Vorfalls

Die Verletzung der Luftgrenze wurde etwa um 16:20 Uhr festgestellt, die Flugbeschränkungen wurden unmittelbar nach 16:30 Uhr eingeführt. Die Behörden begründeten die Entscheidung mit der Notwendigkeit, die Sicherheit der Luftfahrzeuge zu gewährleisten, die sich zu diesem Zeitpunkt im Luftraum über der Moldau befanden. Nach 17:20 Uhr bestätigten die moldauischen Behörden, dass die Drohne nahe des Dorfes Starî Mihaileni im Rajon Rîșcani abgestürzt und explodiert sei. Ihren Angaben zufolge befand sich der Einschlagsort etwa 160 Kilometer vom internationalen Flughafen Kischinew entfernt. Nach Bestätigung des Vorfalls wurden die Flugbeschränkungen aufgehoben.

Auswirkungen auf Flüge und das Selenskyj-Flugzeug

Aufgrund der Schließung des Luftraums wurden drei Abflüge und vier Landungen verzögert. Unter den Flugzeugen, die nicht rechtzeitig abheben konnten, befand sich auch das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj: Sein Flugzeug verblieb am Flughafen Kischinew, während die Behörden die Lage mit der Drohne überwachten. Nachdem die Gefahr gebannt war, konnte das Flugzeug mit Verspätung abheben. Dies bestätigte der Pressesprecher der moldauischen Regierung, Dmitri Ciorici.

Widersprüchliche Angaben

Hier weichen die Versionen der Beteiligten auseinander. Später erklärte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre, das Flugzeug Selenskyjs sei beim Abflug aus der Moldau angeblich „beinahe getroffen“ worden. Die moldauischen Behörden bestätigten in ihrer Mitteilung jedoch lediglich die Verzögerung des Flugzeugs aufgrund der Schließung des Luftraums, ohne die Version einer direkten oder nahen Kollision mit der Drohne zu bestätigen. Somit spricht eine Seite von einem beinahe eingetretenen Treffer, die andere von einer planmäßigen Verzögerung im Rahmen der Einschränkungen.

Kontext

Zur Erinnerung: Am 8. September wurde in der Moldau der Überflug einer Kampfdrohne vom Typ „Schahed“ festgestellt, die den Luftraum des Landes durchquert hatte. Vor dem Hintergrund der entstandenen Gefahr beschränkten die Behörden vorübergehend die Flüge, was zu Verzögerungen mehrerer Flüge führte, einschließlich des Flugzeugs des ukrainischen Präsidenten.