Am 26. September berichtete die indische Polizei von einem tragischen Vorfall im Nordosten des Landes. Mindestens neunzehn Menschen starben in zwei Bezirken des Bundesstaates Nagaland nach dem Konsum von alkoholischen Getränken, die vorläufigen Daten zufolge gefälscht und lebensgefährlich waren.

Das Ausmaß der Tragödie im Bundesstaat Nagaland

Nach offiziellen Angaben der Strafverfolgungsbehörden wurde die höchste Opferzahl im Bezirk Tuensang verzeichnet, wo 11 Menschen starben. Weitere 8 Todesfälle wurden im benachbarten Bezirk Mokokchung registriert. Die Todesfälle traten rasant nach dem Konsum einer unbekannten Sorte von lokalem selbstgemachtem Alkohol ein.

Reaktion der Regierung und erste Festnahmen

Die Regierung von Nagaland griff schnell ein und bildete eine Task Force, um die Quelle der vermuteten Massenvergiftung ausfindig zu machen. Die örtliche Polizei gab zudem bekannt, dass sie mehrere Personen im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen hat und die Ermittlungen ausweitet.

Die Situation wird dadurch verkompliziert, dass Nagaland einer der wenigen Bundesstaaten in Indien ist, in denen seit über 35 Jahren ein generelles Verbot für den Verkauf und Konsum von Alkohol gilt. Dennoch floriert der illegale Handel mit selbstgemachtem Alkohol weiter und stellt eine erhebliche Gefahr für die Bevölkerung dar.

Widersprüchliche Daten

Vor dem Hintergrund offizieller Polizeierklärungen über neunzehn bestätigte Todesfälle äußern lokale Quellen und Aktivisten Bedenken, dass die tatsächliche Zahl der Opfer höher sein könnte. Unstimmigkeiten betreffen den genauen Zeitpunkt des Einsetzens der Symptome bei den ersten Opfern und die chemische Zusammensetzung des beschlagnahmten Alkohols. Experten führen weiterhin Labortests durch.

Dieser Vorfall hat erneut Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der Kontrolle von Schmuggelalkohol in Indien sowie der gesundheitlichen Risiken durch den Untergrundhandel aufgeworfen.