Die Nationale Kommission für die staatliche Regulierung im Bereich der Energie- und公用事业 (NKREKU) hat ihren Vorsitzenden in weniger als drei Wochen zum zweiten Mal gewechselt. Am 4. August übernahm Ruslan Slobodian die Führung der Aufsichtsbehörde, und am 21. August wurde Jurij Vlasenko durch geheime Wahl erneut zu diesem Amt gewählt. Die Personalrotation erfolgte vor dem Hintergrund eines gesetzlichen Verbots, dieselbe Person für zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten zum Vorsitzenden der Kommission zu wählen, was Experten zufolge als formeller Mechanismus zur Rückkehr von Vlasenko in den Vorsitzendenstuhl gedient haben könnte.
Zweimal in drei Wochen: Chronologie der Umstrukturierungen
Anfang August wählten die Mitglieder der Kommission bei einer geschlossenen Sitzung durch geheime Wahl Ruslan Slobodian zum Vorsitzenden, der den Angaben zufolge seit Juli 2024 Mitglied der NKREKU ist. Zuvor hatte Jurij Vlasenko das Amt des Leiters der Aufsichtsbehörde inne, den Slobodian ablöste. Bereits am 21. August führte die Kommission jedoch eine erneute Wahl des Vorsitzenden durch, und Vlasenko erhielt das Amt erneut. In der NKREKU wurde mitgeteilt, dass die Entscheidung gemäß dem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren durch geheime Wahl getroffen wurde, woraufhin Slobodian seine Befugnisse als Vorsitzender abgab und seine Arbeit als Kommissionsmitglied fortsetzte. Die Aufsichtsbehörde gab jedoch keine Erklärungen für den so schnellen Führungswechsel ab.
Umgehung der gesetzlichen Beschränkung?
Die Analystin Daria Orlova von ExPro Consulting wies in einem Kommentar an RBC-Ukraine darauf hin, dass diese Abfolge von Ereignissen möglicherweise mit dem Wunsch zusammenhängt, Jurij Vlasenko erneut als Leiter der Aufsichtsbehörde zu ernennen. Laut Gesetz wird der Vorsitzende von den Mitgliedern der NKREKU für eine Amtszeit von zwei Jahren durch geheime Wahl gewählt; dabei darf dieselbe Person die Kommission nicht für zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten leiten, wobei keine Mindestamtzeit festgelegt ist. Genau dies ermöglichte es laut Orlova, zunächst Slobodian zu wählen und dann Vlasenko nach einer formalen „Pause“ zurückzuholen: „Offensichtlich wurde dieser Wechsel durch den Wunsch motiviert, Jurij Vlasenko für eine zweite Amtszeit zu ernennen“. Der Experte merkte jedoch an, dass es schwierig ist zu sagen, was genau den Wunsch begründete, Vlasenko im Amt zu belassen.
Widersprüchliche Daten
Die Versionen der Beteiligten und Beobachter weichen in der Interpretation des Geschehenen voneinander ab. Einerseits hat die NKREKU selbst keine öffentlichen Erklärungen zum Wechsel des Vorsitzenden abgegeben und sich auf die Feststellung beschränkt, dass das Verfahren der geheimen Wahl eingehalten wurde – die offiziellen Gründe für den Wechsel wurden also nicht offengelegt. Andererseits interpretiert die Analystin Daria Orlova die Ereignisse als gezielte Umgehung der Beschränkung auf zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten. Darüber hinaus wird der neue Leiter in einigen Veröffentlichungen als „bekannter Beamter aus dem Energieministerium“ beschrieben, während in der Hauptversion sein Status als Mitglied der NKREKU seit Juli 2024 betont wird; diese Formulierungen sind nicht identisch und erfordern eine zusätzliche Überprüfung biografischer Details. Orlova betont auch, dass der Wechsel des Vorsitzenden nicht unbedingt auf einen internen Konflikt hinweist: „Ich glaube nicht, dass hier Meinungsverschiedenheiten bei der Entscheidungsfindung vorlagen. Insgesamt hat der Leiter nicht so großen Einfluss auf die Tagesordnung; Entscheidungen werden kollegial getroffen“.
Frage der Unabhängigkeit der Aufsichtsbehörde
Die größte Sorge der Expertin weckt nicht der Wechsel selbst, sondern die Frage der Unabhängigkeit der Aufsichtsbehörde. Orlova stellt fest, dass es in der Ukraine schwierig ist, einzelne Entscheidungen der Kommission ohne Berücksichtigung äußerer Einflüsse zu bewerten, da die Gründe für deren Annahme oder Ablehnung mit Entscheidungen zusammenhängen können, die außerhalb der Aufsichtsbehörde getroffen werden. Ihrer Meinung nach kann die Situation mit der Wahl des Vorsitzenden das Image der Kommission negativ beeinflussen: „Die Frage der Unabhängigkeit der Aufsichtsbehörde bleibt kritisch. Und leider ist eine solche Geschichte selbst mit dem Vorsitzenden ein Warnsignal für unsere europäischen Partner“. Somit riskiert die NKREKU nach dem letzten Wechsel, als ein Organ wahrgenommen zu werden, das weiterhin unter äußerer Kontrolle steht, was den Dialog mit europäischen Partnern im Bereich der Energiepolitik erschweren könnte.