Den vom Ukrainischen Zentrum für die Bewertung der Qualität der Hochschulbildung (UZOKE) veröffentlichten Ergebnissen des Nationalen Mehrfachfachtests (NMT) 2026 zufolge haben 48.590 Teilnehmer die Mindestgrenze in mindestens einem Fach nicht erreicht. Das entspricht 14,8 % aller, die den Test tatsächlich abgelegt haben. Insgesamt haben sich für die NMT-2026 fast 360.000 Personen registriert, am Test nahmen 329.709 Teilnehmer teil. Damit haben mehr als jeder Siebte der Testteilnehmer die Mindestgrenze in mindestens einem Fach nicht geschafft, was die Mathematik zum entscheidenden „Filter“ bei der Aufnahme an Hochschulen macht.

Mathematik – das Haupthindernis bei der Aufnahme

Am problematischsten war die Mathematik: Die Mindestgrenze in diesem Fach haben 39.888 Teilnehmer nicht erreicht, was 12,1 % aller darstellt, die diesen Test absolviert haben. Zum Vergleich: Die Ukrainische Sprache haben 6.217 Personen nicht bestanden, die Geschichte der Ukraine lediglich 1.283. Das bedeutet, dass mehr als 82 % aller Misserfolge auf die Mathematik entfielen. Da die Mathematik für alle Bewerber ein Pflichtfach der NMT ist, beeinflusst sie in greatestem Maße die Gesamtzahl der Abiturienten, die keinen Zugang zum Auswahlverfahren an den Hochschulen erhalten.

Wer den Test mit Höchstwert bestanden hat

Trotz der Schwierigkeit der Prüfung haben 4.324 Teilnehmer in mindestens einem Fach das Maximum erreicht. Die meisten „Hunderter“ wurden im Englischen verzeichnet – 2.194 Personen – und in der Mathematik – 1.152. In der Geschichte der Ukraine erreichten 366 Teilnehmer die Höchstpunktzahl, in der Ukrainischen Sprache – 267, in der Ukrainischen Literatur – 175, in der Physik – 52. Am seltensten wurden Höchstwerte im Französischen verzeichnet – nur 2 – und im Spanischen – 5.

Kontext: Kurs auf die Reform der NMT-2027

Die Ergebnisse des Tests kamen vor dem Hintergrund der Diskussion über Änderungen am Prüfungsformat. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor das Bildungs- und Wissenschaftsministerium aufgefordert, das Format der NMT-2027 zu überarbeiten, um die Belastung der Kinder während des Krieges zu verringern. Bildungs- und Wissenschaftsminister Andrij Butenko erklärte, dass das Ministerium bereits an den Änderungen arbeite. Zu den wahrscheinlichen Neuerungen zählen eine größere Flexibilität der Prüfung, die Möglichkeit einer Wiederholung und Maßnahmen zur Stressreduktion für die Bewerber.

Was das für die Abiturienten bedeutet

Die Statistik der NMT-2026 bestätigt, dass die Mathematik der entscheidende Faktor bei der Aufnahme bleibt: Gerade das Nichtbestehen dieses Faches schließt die überwiegende Mehrheit derer aus dem Auswahlverfahren aus, die die Mindestgrenze nicht erreichten. Gleichzeitig bleibt das hohe Niveau der Vorbereitung in mehreren Fächern erhalten, worauf die Tausende Höchstpunkte hinweisen. Für die Bewerber im Jahr 2027 wird entscheidend sein, welche konkreten Änderungen am Prüfungsformat und an den Wiederholungsprüfungen das Bildungsministerium auf Anweisung des Präsidenten beschließt.