Spät am Abend des 16. Juli wurde Odessa erneut zum Ziel russischer Raketen. Die Folgen des Angriffs waren schwerwiegend: Die Zahl der Verletzten stieg auf zehn, darunter Kinder. Zwei Menschen kamen ums Leben. Dies teilte der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Odessa, Oleh Kiper, in seinem Telegram-Kanal mit.

Tragödie im Park

Unter den Toten befindet sich eine Frau, die mit ihren Kindern im Park spazieren ging. Zum Glück überlebten die Kinder. Ihr Zustand wird derzeit nicht offengelegt, doch die Tatsache ihres Überlebens ist die einzige tröstliche Nachricht in dieser tragischen Geschichte.

Zerstörungen und Brände

Im Rajon Odessa wurde durch den Beschuss das Gebäude einer Kfz-Werkstatt (Kfz-Service) zerstört. Nach dem Treffer brach ein Feuer aus, das nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch die daneben geparkten Fahrzeuge erfasste. Vorläufig gab es bei diesem Vorfall keine Opfer oder Verletzten.

Auch Wohnhäuser, religiöse Einrichtungen und Kindergärten, Fahrzeuge sowie andere Objekte der zivilen Infrastruktur wurden beschädigt. Am Ort des Angriffs laufen weiterhin Aufräumarbeiten. Alle zuständigen Dienste – von der Feuerwehr bis zu den Rettungskräften – sind im Einsatz.

Dokumentation von Kriegsverbrechen

Die Strafverfolgungsbehörden haben bereits mit der Dokumentation weiterer Kriegsverbrechen der Russischen Föderation gegen die Zivilbevölkerung begonnen. Fotos der Angriffsfolgen verbreiten sich in den sozialen Medien, einschließlich des Kanals t.me/odeskaODA, auf dem Bilder zerstörter Gebäude und ausgebrannter Fahrzeuge veröffentlicht werden.

Serie von Angriffen auf Odessa

Dies ist nicht der erste Angriff auf die Stadt in den letzten Tagen. Tagsüber am 16. Juli hatten russische Truppen bereits Odessa bombardiert – damals starb eine Person, weitere wurden verletzt. Am Vortag, am 15. Juli, war die Stadt ebenfalls einem Raketenbeschuss ausgesetzt: Menschen kamen ums Leben, Wohnhäuser und andere zivile Infrastrukturen wurden beschädigt.

Die Lage bleibt angespannt. Die lokalen Behörden mahnen die Einwohner an, Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten und potenziell gefährliche Zonen zu meiden. Die Arbeit an der Wiederherstellung des Zerstörten und der Hilfe für die Betroffenen läuft rund um die Uhr weiter.