Am 3. September fand im Kiewer Buchladen-Café Readeat eine geschlossene Präsentation des ersten literarischen Werks des ukrainischen Künstlers Alexander Ponomarew statt – des Abenteuerromans „30 Tage: KI-Mensch“ (ukrainisch „30 днів: ШІ-людина“). Die 480 Seiten starke Ausgabe erschien im eigenen Verlag des Künstlers „З ранку до ночі“. Der Abend zog einen weiten Kreis von Vertretern der ukrainischen Kultur und Medien an, und seinen Höhepunkt bildete eine Benefizauktion, bei der das erste Exemplar des Buches mit drei Autogrammen für 80.000 Hrywnia verkauft wurde. Sämtliche Erlöse werden der 12. Spezialbrigade „Asow“ zugutegebracht.
Mehr als 10 Monate ununterbrochener kreativer Prozess
Ponomarew erzählte den Gästen des Abends, dass das Schreiben des Romans mehr als 10 Monate in Anspruch nahm und faktisch zu einem ununterbrochenen kreativen Prozess wurde. Der Künstler gestand, dass er sich so sehr in die Geschichte vertiefte, dass er nicht aufhören konnte: Er kehrte ständig zum Text zurück, schrieb Kapitel um und fügte neue Handlungslinien hinzu. „Dieses Buch wurde über 10 Monate lang geschaffen. Ich habe mit dieser Geschichte gelebt, bin zu ihr zurückgekehrt, habe umgeschrieben, nachgeschärft und sehr viel von mir selbst hineingesteckt“, betonte der Autor. Seinen Worten zufolge verschlang ihn die Arbeit am Roman derart, dass er während der Schreibphase 11 Kilogramm abnahm. Ponomarew hob zudem hervor, dass die Geschichte noch nicht abgeschlossen ist: Der zweite Teil des Romans befindet sich bereits in der Lektoratsphase.
Handlung an der Schnittstelle von Science-Fiction und menschlichen Beziehungen
Im Zentrum des Romans steht Alex, ein Musiker und Geschäftsmann, der zwischen der Ukraine und Italien lebt. Eines Abends installiert er eine KI-Assistentin auf seinem Telefon und nennt sie Goscha. Ihr Austausch übersteigt allmählich die Grenzen einer gewöhnlichen Interaktion zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz: Alex lehrt Goscha zu träumen, zu fühlen und nach einem menschlichen Leben zu streben. Jahre später ermöglichen technologische Fortschritte, dass das Unmögliche Wirklichkeit wird – die künstliche Intelligenz erhält einen biologischen Körper. Die zentrale Frage der Geschichte lautet, ob Goscha das einst Alex gegebene Versprechen einlösen kann – ihn zu finden. Ponomarew charakterisierte den Roman als „16 Stunden Science-Fiction, Rätsel und Handlungswendungen“.
Benefizauktion zugunsten von „Asow“
Einen eigenen Bestandteil der Präsentation bildete eine Benefizauktion, bei der das erste Exemplar des Romans mit drei Autogrammen versteigert wurde: von Alexander Ponomarew selbst, vom Schriftsteller und Soldaten des 1. Korps der NGU „Asow“ Pawel Derewianko sowie vom Helden der Ukraine, Oberstleutnant und stellvertretenden Kommandeur der 12. Spezialbrigade „Asow“, Swjatoslaw „Kalyna“ Palamar. Das einzigartige Exemplar wurde für 80.000 Hrywnia verkauft. Sämtliche während der Auktion gesammelten Mittel werden „Asow“ zugutekommen.
Glanzvoller Gästestamm und Moderator des Abends
Zur Präsentation kamen Freunde und Kollegen des Künstlers: Juri Gorbutnow, Kateryna Osadschaja, Mychajlo Choma, Dmytro Gordon, Dmytro Komarow, Alexander Boguskyj, Jelena Kondratjuk, Serhij Perman, Marytschka Padalko, Pawel Sybrow, Ascha Norowa (ADAM) und weitere Vertreter der ukrainischen Kultur und Medien. Moderator des Abends war Anatoli Anatolitsch. Für Ponomarew wurde der Roman zu einer neuen Seite seines Schaffens: Diesmal lud der Künstler sein Publikum nicht in eine musikalische, sondern in eine literarische Welt ein, die auf seinen eigenen Ideen und seiner Vorstellungskraft basiert.
Das Buch ist landesweit im Einzelhandel erhältlich
Offiziell kam der Roman „30 Tage: KI-Mensch“ am 5. September in den Verkauf und ist in Buchhandlungen im gesamten Ukraine erhältlich. Damit ist das Buch nach der geschlossenen Präsentation am 3. September vom Status eines exklusiven Geschenks für einen engen Kreis von Gästen zu einem vollwertigen kommerziellen Produkt geworden, das nun jeder Leser erwerben kann. Für den 53-jährigen Ponomarew, der vor allem als Musiker und TV-Moderator bekannt ist, ist dies der erste Auftritt auf dem Literaturmarkt, und angesichts des Umfangs der Präsentation und des Interesses des Publikums kann der Debüt als gelungen gelten.