Alexej Potapenko, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Potap, geriet erneut ins Zentrum der öffentlichen Diskussion wegen einer Aussage zur Wehrpflicht. In einem Interview mit der Journalistin Kateryna Gordejewa, auf das sich Styler (ein Unterhaltungsprojekt von RBC-Ukraine) beruft, antwortete der Produzent direkt auf die Frage, ob er der Mobilmachung unterliege und wie er im Falle einer Einberufung vorgehen würde.
Aussage zur Mobilmachung
Potap betonte, dass er keinen besonderen Status habe, der ihn von den allgemeinen Anforderungen des geltenden ukrainischen Rechts befreien würde. Seinen Worten zufolge sei er bereit, ein gesetzliches требование zur Absendung an die Front zu erfüllen. „Ich unterliege der Mobilmachung. Wenn man mir sagt, ich soll gehen, dann gehe ich“, erklärte der Künstler. Dabei präzisierte er nicht, wann genau dies geschehen könnte und unter welchen konkreten Umständen.
„Jemand muss Potap sein“
Separat sprach der Interpret über sein eigenes Image und die Rolle, die er sich im öffentlichen Raum ausgesucht hat. Er merkte an, dass er sich bewusst weiterhin selbst bleibe, unabhängig von der Haltung der Gesellschaft und den zahlreichen Diskussionen um seine Person. „Aber jemand muss in diesem Leben Potap sein, und ich habe mich entschieden, Potap zu sein“, fügte der Musiker hinzu.
Reisen ins Ausland: Wohltätigkeit und Kommerz
In einem anderen Teil des Gesprächs erklärte der Künstler, warum er in letzter Zeit nicht eile, in die Ukraine zurückzukehren. Seinen Worten zufolge war jeder Ausreise mit verschiedenen Verfahren und der Notwendigkeit verbunden, Dokumente auszustellen, und im Ausland verband er wohltätige Projekte mit kommerzieller Tätigkeit. „Jedes Mal waren es andere Ministerien, andere Situationen, Unternehmen, Firmen... Ich fahre zu einer Wohltätigkeitsaktion, und parallel betreibe ich noch kommerzielle Tätigkeit“, erklärte er.
Finanzieller Aspekt
Potap betonte, dass die finanzielle Frage für ihn einer der Hauptgründe sei, im Ausland zu bleiben: Er müsse seine Familie versorgen und unter anderem die Ausbildung seines Sohnes bezahlen. „Sobald ich anfange zu denken, wer die Rechnungen bezahlt, wer für die Ausbildung des Sohnes zahlt... Ich trage Verantwortung für meine Familie, und das macht niemand außer mir“, sagte der Produzent und fügte hinzu, dass es ihn dorthin ziehe, wo er verdienen könne.
Kontext der Gesetzgebung
Die Aussage erfolgte vor dem Hintergrund fortlaufender Änderungen im Mobilisierungsgesetz. Laut ukrainischen Medien werden 2026 neue Einberufungskategorien diskutiert, einschließlich von Änderungen, die am 1. März und am 1. April 2026 in Kraft treten. Die konkrete rechtliche Stellung Potaps im Rahmen dieser Normen wurde öffentlich nicht offengelegt.
Widersprüchliche Angaben
In den Worten des Künstlers liegt eine innere Spannung: Einerseits bestätigt er öffentlich seine Bereitschaft, die Anforderungen im Falle einer Einberufung zu erfüllen, andererseits erklärt er ausführlich, warum er sich faktisch im Ausland befindet und nicht eile zurückzukehren, wobei er sich auf Verdienst und die Versorgung der Familie beruft. Darüber hinaus ist seine Behauptung, er „unterliege der Mobilmachung“, eine Selbsterklärung: Eine unabhängige Bestätigung seines rechtlichen Status durch militärische oder staatliche Stellen ist in den vorliegenden Quellen nicht zu finden, und die Fristen und Umstände einer möglichen Einberufung wurden vom Künstler nicht genannt.