Stand Dienstag, 25. August, bleibt die Preissituation in den ukrainischen Supermärkten insgesamt stabil, allerdings bestehen zwischen einzelnen Ketten weiterhin deutliche Unterschiede. Laut dem Monitoring von RBC-Ukraine haben sich die Preise für Basisprodukte wie Milch und Brot in „Silpo“, ATB, Novus und „Auchan“ praktisch angeglichen – der Käufer kann durch die Wahl einer Kette gegenüber einer anderen nicht mehr wesentlich sparen. Gleichzeitig bleibt der Unterschied im Einkaufswert bei Hirse, Sonnenblumenöl und Eiern zwischen den Hypermärkten spürbar und erreicht bei einzelnen Positionen bis zu 15 Hrywnja. Gerade diese Produkte bilden die eigentliche „Preislücke“, die Analysten beim Vergleich der Preislisten der vier größten Marktteilnehmer feststellen.
Wo ist es günstiger: Vergleich der Ketten
Der Vergleich der Preislisten von „Silpo“, ATB, Novus und „Auchan“ zeigt, dass keine der Ketten über den gesamten Produktumfang hinweg eindeutig die günstigste ist. Bei Milch und Brot ist die Streuung minimal – die Ketten haben die Preise faktisch synchronisiert, was auf einen hohen Wettbewerb bei diesen für den Kundenverkehr wichtigen Positionen hindeutet. Bei Hirse, Sonnenblumenöl und Eiern kann der Käufer, der von einer Kette zur anderen wechselt, jedoch einen Einkaufswert erhalten, der für einen vergleichbaren Warenkorb um Dutzende Hrywnja abweicht. Das bedeutet, dass die Ersparnis nicht mehr durch die Wahl der „günstigsten Kette“ erzielt wird, sondern durch die gezielte Auswahl des Ladens passend zur konkreten Einkaufsliste.
Dynamik: Was wird günstiger, was teurer
Betrachtet man den Trend der letzten Wochen, ist das Bild uneinheitlich. Laut dem Monitoring vom 18.–20. August zeigten Sonnenblumenöl und Brot eine Tendenz zur Preisabsenkung, während Eier im Gegenteil teurer wurden und Milch eine unterschiedliche Dynamik aufwies – in einigen Ketten wurde sie günstiger, in anderen teurer. Bis zum 25. August haben sich diese Prozesse bei Milch und Brot teilweise „ausgeglichen“, bei Hirse, Öl und Eiern blieb die Streuung zwischen den Ketten jedoch bestehen. Die allgemeine Preisstabilität verdeckt also eine aktive Rotation innerhalb einzelner Produktgruppen.
Widersprüchliche Daten
Hier ist es wichtig, die Unstimmigkeit in den Einschätzungen offen zu benennen. Einerseits wird der Gesamtfazit für den 25. August als „die Preissituation bleibt stabil“ formuliert, und bei Milch und Brot wird eine faktische Angleichung der Preise zwischen den Ketten festgestellt. Andererseits hatten die wöchentlichen Monitorings vom 18.–20. August eine deutliche Bewegung der Preisschilder erfasst: Eier und Milch wurden in mehreren Ketten teurer, Öl und Brot günstiger, und die Lücke zwischen den Hypermärkten bei einzelnen Positionen belief sich auf bis zu 15 Hrywnja. „Stabilität“ ist also eine Durchschnittseinschätzung über alle Produkte hinweg, während sich auf der Ebene des konkreten Produkts und der konkreten Kette die Preise weiterhin ändern. Beide Sichtweisen sind korrekt, beschreiben aber unterschiedliche Detaillierungsgrade: Das Makrobild ist stabil, die Mikrodynamik – aktiv.
Was das für den Käufer bedeutet
Der praktische Schluss für den Verbraucher ist einfach: In einer Situation, in der sich die Ketten bei Milch und Brot angeglichen haben, während die Streuung bei Hirse, Öl und Eiern bis zu 15 Hrywnja beträgt, wird die maximale Ersparnis nicht durch Loyalität zu einer Marke erzielt, sondern durch den Preisvergleich vor dem Kauf. Ein Käufer, der weiß, in welcher Kette in der aktuellen Woche Öl oder Eier günstiger sind, kann den Gesamtbetrag deutlich senken. Für die Analysten besteht das entscheidende Signal darin, dass sich der Wettbewerb zwischen den Ketten von der „allgemeinen Günstigkeit“ hin zu gezielten Preisaktionen für einzelne Produktgruppen verschoben hat.