Stand Mittwoch, der 2. September 2026, wurden in den größten ukrainischen Supermarktketten – „Silpo“, ATB, Novus und „Auchan“ – Preisänderungen bei einer Reihe von Grundnahrungsmitteln verzeichnet. Laut dem Monitoring von RBC-Ukraine fiel der stärkste Preisanstieg bei Hühnereiern und Sonnenblumenöl auf, außerdem endeten einzelne Aktionen bei Brot. Die Preise für Hirse und kleine Milchpackungen blieben in den meisten Ketten stabil, während bei Novus im Gegenteil ein neuer Rabatt auf ultrahocherhitzte Milch (UHT-Milch) startete.

Brot: Aktion bei ATB beendet, Grundpreise stabil

Bei den Backwaren gab es die wichtigste Änderung in der Kette ATB: Die Aktion auf Toastbrot „Kryschynopil“ (300 g) endete, wodurch der Preis von 20,90 UAH auf 24,80 UAH stieg. In den übrigen geprüften Ketten – „Silpo“, Novus und „Auchan“ – änderten sich die Preise für die grundlegenden Brotartikel innerhalb von 24 Stunden nicht. Der Preisanstieg ist somit punktueller Natur und hängt ausschließlich mit dem Ende der Werbeaktion zusammen, nicht mit einer Überarbeitung des Grundpreisverzeichnisses.

Eier: flächendeckender Anstieg in den meisten Ketten

Der deutlichste Preissprung wurde bei Hühnereiern verzeichnet. Bei ATB verteuerte sich ein Dutzend Eier der Kategorie S1 von 62,40 UAH auf 68,50 UAH, was einem Anstieg von 6,10 UAH pro Packung entspricht. Bei „Silpo“ stieg der Artikel des Herstellers „Sytyj Dwir“ (Kategorie S2) nach Ende der Aktion von 41,99 UAH auf 52,24 UAH – ein Anstieg von mehr als 10 UAH pro Dutzend. Einzige Ausnahme bleibt „Auchan“, wo der niedrigste Marktpreis gehalten wird – 4,40 UAH pro Stück, also 44,00 UAH pro Dutzend. Experten hatten die Volatilität des Eiermarktes zuvor auf logistische Störungen im Zusammenhang mit Angriffen auf die Lagerinfrastruktur zurückgeführt, die laut Branchenanalysten die Lieferzeiten um bis zu eine Woche verlängern können.

Sonnenblumenöl und Milch: Ende der Rabatte und neue Aktionen

Im Segment der pflanzlichen Öle endeten in zwei der größten Ketten die Werbeaktionen. Das Öl „Swója Linija“ (0,5 l) kehrte bei ATB zum Grundpreis von 53,13 UAH zurück, nachdem der Aktionspreis 50,70 UAH betragen hatte. Bei „Silpo“ verteuerte sich das Öl „Premija“ (0,5 l) von 52,99 UAH auf 56,49 UAH. Im Milchsegment ist das Bild ausgeglichener: Die Preise für Milch in 450-g-Packungen blieben bei ATB (21,30 UAH) und „Silpo“ (21,49 UAH) stabil. Gleichzeitig startete bei Novus eine neue Aktion für ultrahocherhitzte Milch mit 3,2 % Fett (500 g) – der Preis wurde von 43,49 UAH auf 34,99 UAH gesenkt, was 19 % unter dem Grundpreis liegt.

Hirse: Stabilität trotz allgemeiner Volatilität

Die Preise für Hirseflocken änderten sich innerhalb von 24 Stunden in keiner der geprüften Ketten. Den niedrigsten Preis bietet „Silpo“ dank einer laufenden Aktion auf die Flocken „Premija“ (1 kg) – 54,99 UAH. Günstigere, nicht im Aktionsangebot befindliche Varianten wurden bei ATB (65,90 UAH) und Novus (65,99 UAH) festgestellt. Die Spanne zwischen Mindest- und Höchstpreis innerhalb der Kette beträgt etwa 11 UAH, was für dieses Warensegment typisch ist.

Widersprüchliche Daten

Parallel zu den Preiserhöhungen bei Eiern, Öl und Brot wurden am 2. September in einer Reihe ukrainischer Medienberichte veröffentlicht, wonach in Supermärkten zwei Grundnahrungsmittel billiger geworden seien. Gleichzeitig registriert das Monitoring von RBC-Ukraine die umgekehrte Dynamik bei den Schlüsselpositionen. Die Diskrepanz lässt sich dadurch erklären, dass es sich um verschiedene Warenkategorien oder um Daten handelt, die zu unterschiedlichen Tageszeiten erfasst wurden. Stand Morgen des 2. Septembers ist der bestätigte Anstieg genau bei Eiern, Sonnenblumenöl und Toastbrot bei ATB verzeichnet, während die Preissenkungen bei einzelnen Positionen in den bereitgestellten Monitoringdaten nicht bestätigt wurden.

Kontext: Logistik und internationale Tendenzen

Preisänderungen vor dem Hintergrund von Angriffen auf die Lagerinfrastruktur können laut Experten von einer Verlängerung der Lieferzeiten in die Geschäfte um bis zu sieben Tage begleitet werden, was zusätzlichen Druck auf die Preisbildung ausübt. Auf internationaler Ebene warnen niederländische Supermarktketten vor einem möglichen Anstieg der Lebensmittelpreise um 10 % im nächsten Jahr, was indirekt auf eine anhaltende inflatorische Belastung im Ernährungsbereich in Europa und infolgedessen auf den ausländischen Märkten hinweist, von denen der Importanteil des ukrainischen Marktes abhängt.