Ein Pullover ist eines der vielseitigsten Kleidungsstücke, doch genau er ist es oft, der das Outfit „ruiniert“, indem er es optisch schwer und ungepflegt wirken lässt. Laut der Stylistin Olena Schewtschenko, deren Ratschläge auf Instagram veröffentlicht und vom Projekt Styler (RBC-Ukraine) aufgegriffen wurden, liegt das Problem selten an der Figur: Die entscheidende Rolle spielt, wie genau Sie den Strick tragen — ob Sie ihn hineinstecen, draußen lassen oder den Saum umschlagen. Verschiedene Pullovermodelle erfordern grundlegend unterschiedliche Styling-Ansätze, und das Ignorieren dieser Regel führt zu unnötigem Volumen und einem unordentlichen Erscheinungsbild.
Feinstrick und Rollkragenpullover: Bedenkenlos hineinstecken
Bevor Sie einen Pullover in die Hose oder den Rock stecken, empfiehlt die Stylistin, auf die Stoffdichte zu achten. Rollkragenpullover und Feinstrick sehen am besten in Hosen oder Röcken eingesteckt aus: Ein solches Material wirft keine unnötigen Falten und trägt an der Taille nicht auf. Umgekehrt kann das Heraushängenlassen dünner Modelle weniger ordentlich wirken, weshalb das vollständige oder teilweise Einschlagen die optimale Lösung für leichtere Strickwaren ist.
Mitteldichte Modelle: Teilweises Einstecken und umgeschlagener Saum
Pullover mittlerer Dichte erlauben ein teilweises Einstecken mit etwas Stoffüberhang oder einen umgeschlagenen Saum. Einen mitteldichten Pullover sollten Sie jedoch nicht komplett hineinstecken: Unter dem Gürtel erzeugt er überschüssiges Volumen, das die Klarheit der Silhouette zerstört. Wenn das Modell unten ein verengtes Bündchen hat, ist es besser, es nicht komplett einzustecken, sondern leicht nach innen umzuschlagen, um die gewünschte Länge zu formen und Falten an der Taille zu vermeiden.
Dicke und längere Pullover: Darüber tragen
Voluminöse, lockere und verlängerte Modelle — insbesondere solche, die bis zur Mitte des Oberschenkel reichen — werden am besten über der Hose oder dem Rock getragen. Für diese Trageweise ist die Strickdichte von entscheidender Bedeutung: Der Pullover muss seine Form gut halten. Die Stylistin empfiehlt, Modelle ohne straffendes Bündchen am Saum zu wählen, damit der Stoff frei auf den Hüften fällt und keinen „Sack-Effekt“ erzeugt.
Kurze Pullover: Das Spiel mit dem Layering
Kurze Modelle eröffnen mehr Möglichkeiten für Lagenlooks. Unter einen verkürzten Pullover kann man ein enganliegendes Top oder einen Body ziehen, wobei ein Set, bei dem die untere Schicht farblich mit der oberen übereinstimmt, am harmonischsten wirkt. Eine alternative Option ist die Kombination mit einem Hemd oder T-shirt, wobei der Saum des unteren Kleidungsstücks sichtbar bleibt. Dieser Trick streckt optisch die Beine und verleiht dem Outfit Struktur.
Die Hauptregel: Nicht alle Pullover gleich stylen
Olena Schewtschenko betont, dass es keine universelle Art gibt, Strickwaren zu tragen. Feinstrick erfordert einen anderen Ansatz als dicker, voluminöser Strick. Wenn Sie Textur, Länge und Schnitt des jeweiligen Stücks berücksichtigen, wird es viel einfacher, ein harmonisches und ordentliches Outfit zusammenzustellen. Genau die bewusste Wahl der Tragemethode, und nicht die Konfektionsgröße oder die Körperform, entscheidet darüber, ob der Pullover für oder gegen Ihren Look arbeitet.