In der Nacht vom 30. auf den 31. August, im Zeitraum von 18:00 Uhr am 30. August bis in die frühen Morgenstunden des 31., führten die russischen Streitkräfte einen massiven Angriff auf das Territorium der Ukraine durch. Laut Angaben der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte, die von RBC-Ukraine zitiert werden, setzte der Gegner sowohl Raketen- als auch Drohnenwaffen ein und griff gleichzeitig mehrere Richtungen des Landes an. Die Angriffscombination umfasste einen gelenkten Luftfahrtlenkflugkörper und 121 Kampfdrohnen.

Art des eingesetzten Waffensystems

Der gelenkte Luftfahrtlenkflugkörper Ch-59 wurde aus dem Luftraum über dem Schwarzen Meer gestartet – dies bestätigt, dass die russische Luftfahrt weiterhin den Meeresraum als Sprungbrett zur Bekämpfung von Zielen in großer Entfernung von der Küstenlinie nutzt. Parallel dazu wurden 121 Kampfdrohnen in die Luft gebracht. Nach Zusammensetzung handelte es sich überwiegend um Strahlflugdrohnen vom Typ „Scheheds“, sowie Geräte vom Typ „Herbera“ und Imitatoren „Parodie“, die zur Überlastung der Luftabwehr und zur Erzeugung von Scheinzieldarstellungen bestimmt sind. Die Drohnen flogen gleichzeitig auf mehreren Richtungen – nach Norden, Süden, Osten und in das Zentrum der Ukraine.

Ergebnisse der Arbeit der Luftabwehr

Bis 08:00 Uhr am 31. August wurden laut offiziellen Angaben der ukrainischen Streitkräfte 96 feindliche Drohnen durch Mittel der Luftabwehr zerstört oder unterdrückt. Unter den abgeschossenen befanden sich „Scheheds“, „Herberas“ und Drohnen anderer Typen, die auf alle genannten Richtungen flogen. Damit wurden etwa 80 % der startenden UAVs noch vor Erreichen der Ziele neutralisiert. Dabei wurden an 11 Orten auf dem Territorium der Ukraine direkte Treffer von Luftangriffsmitteln registriert, an weiteren 8 Orten fiel Trümmerteil von abgeschossenen Zielen.

Änderungen im Warnsystem Kiews

Angesichts der anhaltenden Angriffe bereiten die Behörden der Hauptstadt Änderungen im System der Bevölkerungswarnung vor. Es werden verschiedene Alarmsignale je nach Art der Bedrohung ausgearbeitet – die Bürger können somit genauere Informationen über den Charakter der herannahenden Gefahr erhalten. Auch eine mögliche Änderung des Ausgangssperrenregimes wird erörtert. Auf Initiative des Premierministers werden die Vorschläge zur Reform der Warnung in Kürze vorgelegt.

Bedenken hinsichtlich der Ernährungssicherheit

Eine besondere Folge der Serie feindlicher Angriffe waren Treffer auf Logistikzüge und Verteilzentren, die bei den Ukrainern Bedenken über einen Mangel an Lebensmitteln auslösten. Der Berater des Präsidenten Sergej „Flash“ Beskrestnow erklärte, dass Europa im Bedarfsfall die Lebensmittelengpässe schließen könne, während der ukrainische Geschäftsbetrieb derzeit die Lieferkanäle umstellt, um die Verluste der Infrastruktur auszugleichen.