Am Nachmittag des 21. Juli wurde Odessa und die Region erneut einem großangelegten Angriff der russischen Besatzer ausgesetzt. Die feindlichen Kräfte führten einen kombinierten Schlag durch, bei dem sowohl Raketen als auch unbemannte Fluggeräte eingesetzt wurden. Nach den neuesten Angaben kamen bei dem Angriff zwei Zivilisten zu Schaden.

Chronologie und Art des Angriffs

Über den Beginn der Luftalarme und den Angriff wurde gegen 12:17 Uhr bekannt. Der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Odessa (OWA), Oleh Kyper, bestätigte, dass die Region Ziel eines kombinierten Raketen- und Drohnenangriffs war. Die genaue Anzahl der Munition, die die russischen Streitkräfte diesmal eingesetzt haben, wird vorerst nicht offengelegt.

Der Angriff traf das Zentrum von Odessa. Im betroffenen Bereich befanden sich Objekte der zivilen Infrastruktur, darunter Wohnhäuser und soziale Einrichtungen. Die Lage vor Ort bleibt angespannt: Feuerwehrmannschaften und Rettungskräfte sind zur Beseitigung der Folgen ausrückend, jedoch wird das genaue Ausmaß der Zerstörungen noch ermittelt.

Verletzte und Hilfeleistung

Erst wurde über die Verletzung eines Teenagers berichtet. Später präzisierte der Leiter der städtischen Militärverwaltung von Odessa, Serhij Lysak, die Daten: Die Anzahl der Verletzten stieg auf zwei Personen an.

Zu den Verletzten gehören ein 17-jähriger Junge und ein 23-jähriges Mädchen. Beide Verletzten erhalten bereits die notwendige medizinische Versorgung. Die Ärzte beurteilen den Zustand der Patienten; Informationen über die Schwere der erlittenen Verletzungen werden aktualisiert, sobald neue Daten aus den Krankenhäusern eintreffen.

Kontext der Angriffe im Süden und Osten

Der Angriff auf Odessa ereignete sich vor dem Hintergrund einer Verschärfung der Lage in anderen Regionen der Ukraine. Zuvor wurde über die Folgen von Angriffen auf die Oblast Saporischschja berichtet. Auch in Sumy wurde ein Vorfall registriert, bei dem russische Kräfte Rettungskräfte angriffen, die Löscharbeiten im Einkaufszentrum „Epizentr“ durchführten.

In der Nacht des 21. Juli wies das ukrainische Luftabwehrsystem einen massiven Luftangriff Russlands zurück und schoss Raketen und Drohnen über verschiedenen Gebieten des Landes ab. Trotz der Bemühungen der Verteidiger gelang es dem Feind, kritische Infrastrukturen und Wohnviertel zu treffen, was die hohe Intensität der Kampfhandlungen bestätigt.