Lwiw bleibt traditionell eines der wichtigsten Bildungszentren der Ukraine und zieht Bewerber aus dem ganzen Land an. Die letzte Aufnahmekampagne bestätigte den hohen Status der regionalen Hochschulen und zeigte rekordverdächtige Ergebnisse bei den Zulassungspunkten. Experten stellen fest, dass die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Bildung in der Region Transkarpatien und der Oblast Lwiw stabil hoch bleibt.
Der spezialisierte Dienst Abitly, dessen Daten von RBC-Ukraine zitiert werden, hat eine aktuelle Rangliste der Bildungseinrichtungen der Stadt erstellt. Grundlage der Analyse waren die Daten des Jahres 2025, da die aktuelle Aufnahmekampagne noch läuft. Die Rangliste umfasst sowohl große klassische Universitäten mit Tausenden von Studierenden als auch spezialisierte private Fachhochschulen.
Führende Plätze: Privatsektor gegen Klassiker
Die Analyse zeigt, dass medizinische, künstlerische und private Einrichtungen traditionell hohe Zulassungsschwellen aufweisen. Der unbestrittene Spitzenreiter im Durchschnittswert des NMT (Nationaler Mehrfachfachtest) in der Gesamtrangliste wurde die Ukrainische Katholische Universität (UKU). Die private Einrichtung erzielte 169,42 Punkte und überholte die staatlichen Giganten.
Unter den klassischen staatlichen Universitäten halten zwei Flaggschiffe der lwower Wissenschaft hohe Positionen:
- Lwiwer Nationaluniversität Iwan Franzewo – Durchschnittswert 145,45.
- Nationaluniversität „Lwiwer Polytechnikum“ – Durchschnittswert 138,82.
In genau diesen beiden Einrichtungen ist der Zufluss von Bewerbern am größten. Im vergangenen Jahr betrug das Aufnahmekriterium an der Lwiwer Nationaluniversität Iwan Franzewo 4.097 Personen, während 4.896 Bewerber das Polytechnikum besuchten.
Zulassungsschwellen: Wie viele Punkte sind für die Zulassung notwendig?
Für eine erfolgreiche Zulassung an staatlich finanzierten Plätzen in den meisten Studiengängen müssen Bewerber mindestens 130 Punkte erzielen. Die Situation ändert sich jedoch drastisch für Elite-Studiengänge. In Bereichen wie Rechtswissenschaften, Medizin und internationalen Beziehungen steigt die Schwelle auf 150 Punkte. Bemerkenswert ist, dass dieser hohe Schwellenwert sowohl für die staatlich finanzierte als auch für die vertragliche Studienform gilt.
Experten raten Bewerbern, ihre Chancen im Voraus mit speziellen Rechenhilfen für Zulassungspunkte zu berechnen. Wichtig ist zu berücksichtigen, dass den endgültigen Wert nicht nur das Prüfungsergebnis, sondern auch der regionale Koeffizient beeinflusst, der die endgültige Zahl erheblich verändern kann.