Der ukrainische Bildungs- und Wissenschaftsminister Andrej Butenko bestätigte während der Konferenz „Serpenewa 2026“, dass das Format des Nationalen Mehrfachfachtests (NMT) überarbeitet werden wird. Der Ministerpräsident erklärte, dass die derzeitige Rechtsgrundlage zwar Tests in der aktuellen Form zulässt, er jedoch einen direkten Auftrag von Präsident Wolodymyr Selenskyj erhalten habe, das Verfahren zu ändern. Das Hauptziel der Reform besteht darin, den Stress für die Studienbewerber zu verringern und die Effizienz der Auswahl zu erhöhen.
Schwerpunkte der Änderungen
Laut den Aussagen des Ministers stehen bei der Reform die Flexibilität der Tests und die psychische Belastung der Schüler im Mittelpunkt. Zu den diskutierten Optionen gehört die Möglichkeit einer Wiederholung des Tests, um die Folgen einzelner Misserfolge auszugleichen. Butenko betonte, dass an dem neuen Format in enger Zusammenarbeit mit Kollegen gearbeitet wird, jedoch wurden konkrete Details und Zeitpläne für die Umsetzung der Änderungen noch nicht bekannt gegeben. Der Minister wies auch darauf hin, dass über den Umfang und die Schwierigkeit der Aufgaben sowie über die Methoden ihrer Verifizierung diskutiert werden kann.
Mathematik bleibt obligatorisch
Trotz der Reformpläne hat Andrej Butenko seine Position zu den Pflichtfächern klar dargelegt. Er erklärte, dass Mathematik ein unverzichtbarer Bestandteil der Tests bleiben muss. „Es ist meine persönliche Überzeugung, dass Mathematik in den Tests bleiben sollte“, betonte der Minister. Diese Aussage erfolgte vor dem Hintergrund von Diskussionen über eine mögliche Reduzierung der Anzahl der Fächer, wobei der Leiter des Bildungsministeriums jedoch auf die Beibehaltung der mathematischen Kompetenz als Schlüsselindikator besteht.
Widersprüchliche Informationen
Die Fragen zur NMT-Reform 2027 führen zu unterschiedlichen Interpretationen in der Expertencommunity und unter den Gesetzgebern. Einerseits forderte Präsident Selenskyj, Tests in Schutzräumen durchzuführen und die Intensität zu verringern, was radikale Änderungen in der Logistik des Prozesses impliziert. Andererseits wird in der Werchowna Rada, wie aus Quellen berichtet wird, die Möglichkeit diskutiert, die Tests auf drei Fächer zu reduzieren, was der Position des Ministers zur Beibehaltung der Mathematik in unveränderter Form widersprechen könnte. Es bleibt vorerst unklar, wie genau die Sicherheitsanforderungen mit der Notwendigkeit der Überprüfung der Kenntnisse in den Schlüsseldisziplinen in Einklang gebracht werden sollen.
Kontext und weitere Schritte
Andrej Butenko hatte sich zuvor mit dem Vorsitzenden der Werchowna Rada, Ruslan Stefantschuk, getroffen, um die Zusammenarbeit im Bildungsbereich zu besprechen. Während der Verhandlungen diskutierten die Parteien die wichtigsten Herausforderungen der Branche: die Unterstützung der Wissenschaft, die Erhöhung der Gehälter der Lehrkräfte und die Möglichkeit einer Wintersitzung des NMT. Es wird erwartet, dass das endgültige Testformat in naher Zukunft genehmigt wird, damit sich die Studienbewerber des Jahres 2027 auf die neuen Bedingungen für den Hochschulzugang vorbereiten können.