Das Bildungs- und Wissenschaftsministerium der Ukraine hat die wichtigsten Arbeitsrichtungen für das Schuljahr 2026 festgelegt. Unter den wichtigsten Prioritäten nannte der Ministeriumsleiter Andrei Butenko die Sicherheit der Kinder, die energetische Resilienz der Bildungseinrichtungen und die Gewährleistung des Zugangs zur Bildung für Schüler aus abgelegenen Ortschaften. Laut dem Minister bereiten sich im neuen Schuljahr über 25.000 Bildungseinrichtungen im Land vor, und die Regierung hat die Aufgabe gestellt, so viele Schüler wie möglich mit Bunkern auszustatten.

Sicherheit und Infrastruktur: Bunker und tausend neue Busse

Ein wichtiges Element der Vorbereitung auf das Schuljahr wird die Erweiterung des Fuhrparks der Schulbusse sein. Butenko berichtete, dass das Ministerium einen Plan hat, weitere 1000 Busse hinzuzufügen, damit die Profil-Schule funktioniert und Kinder aus abgelegenen Ortschaften die Bildungseinrichtungen erreichen und eine qualitativ hochwertige Bildung erhalten können. Gleichzeitig, so seine Worte, wird die energetische Resilienz der Schulen gestärkt: Dafür sind Generatoren, Solarpaneele und Energiespeicher vorgesehen, was angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Infrastruktur besonders relevant ist.

Wiederherstellung der Schulbücher und Zusammenarbeit mit Verlagen

Das Bildungsministerium widmet besondere Aufmerksamkeit der Wiederherstellung der Auflagen von Schulbüchern, die infolge russischer Angriffe zerstört wurden. Das Ministerium arbeitet aktiv mit Verlagen zusammen, um den Mangel an Lehrmaterialien auszugleichen und die Schüler zum neuen Schuljahr mit den notwendigen Lehrbüchern auszustatten. Diese Richtung ist direkt mit der allgemeinen Priorität der Sicherheit und der Kontinuität des Bildungsprozesses verbunden.

Entlastung der Pädagogen: Klassenbücher und Zertifikate

Eine der Maßnahmen, die darauf abzielen, die bürokratische Belastung der Lehrer zu verringern, wird die Änderung der Ansätze zur Erfassung der Gruppen von Bewertungsergebnissen im Klassenbuch sein. Butenko berichtete, dass er die entsprechende Anordnung bereits unterzeichnet hat: Die obligatorische Erfassung der Gruppen von Lernergebnissen nach Bildungstyp im Klassenbuch wird aufgehoben. Der Minister betonte, dass dies keine Aufhebung der Bildungsreform ist, sondern genau die Vereinfachung der Dokumentenerstellung und die Verringerung des Papierkrams, bei Beibehaltung des staatlichen Standards, des Kompetenzansatzes und der akademischen Freiheit des Lehrers bei der Wahl der Methoden. Darüber hinaus soll die Gültigkeitsdauer des Lehrerzertifikats von drei auf fünf Jahre verlängert werden.

Reform der Oberstufe und das Fach „Verteidigung der Ukraine“

Im aktuellen Schuljahr startet die Pilotierung der Reform der profilorientierten Oberstufe in 150 akademischen Lyzeen. Die Reform sieht vor, dass die Schüler ein Profil, Fächer und ihre eigene Bildungstrajektorie wählen können, und die Schule soll dem Kind helfen, sich über das weitere Studium und den Beruf zu entscheiden. Auch in diesem Jahr soll das Netz der Zellen zur Lehre des Faches „Verteidigung der Ukraine“ erweitert werden, mit dem Ziel, 100 % der Oberstufenschüler mit diesem Bildungselement zu erfassen.

Gehälter der Lehrer und Überarbeitung des Formats des NMT

Das Bildungsministerium und das Kabinett der Minister entwickeln aktiv die Schul- und Hochschulbildung und unterstützen die Lehrkräfte. So werden die Gehälter der Lehrer ab dem 1. September 2026 um weitere 20 % steigen, und insgesamt im Vergleich zu 2025 soll die Vergütung der Pädagogen um 50 % steigen. Butenko erklärte auch die Überarbeitung des Formats des nationalen multiprofessionellen Tests: Zu den möglichen Änderungen gehören eine größere Flexibilität der Prüfung, die Möglichkeit einer Wiederholung und die Verringerung des Stresses für die Bewerber.