US-Außenminister Marco Rubio gab in Manila im Gespräch mit der Presse eine ausführliche Stellungnahme zu den Friedensvorschlägen ab, die Russland im vergangenen Jahr in Anchorage unterbreitet hat. Nach seinen Worten ist dieser Plan gescheitert, da er für die Ukraine inakzeptabel war.

Warum der Plan „3+2“ nicht funktioniert hat

Rubio beantwortete die Frage der Journalisten, wie relevant die Vorschläge der Russen sind, die während der Verhandlungen in Anchorage vorgebracht wurden. Er betonte, dass ein Friedensabkommen nicht geschlossen werden kann, wenn auch nur eine der Parteien mit den Bedingungen nicht einverstanden ist. In diesem Fall lehnte die ukrainische Seite den vorgeschlagenen Vorschlag ab.

„Die Vorschläge, von denen berichtet wurde – sie nennen es „3 + 2“, die Aufteilung des Territoriums – diese Versuche sind gescheitert. Denn ein Friedensabkommen kann nicht geschlossen werden, wenn beide Seiten sich nicht darauf einigen, und die Ukrainer haben sich darauf nicht geeinigt. Deshalb haben diese Bemühungen kein Ergebnis gebracht“, erklärte der US-Außenminister.

Neue Ideen statt alter Konzepte

Nach Rubios Ansicht wird Frieden, falls er jemals erreicht wird, nur durch neue Ideen und neue Konzepte möglich sein. Er stellte fest, dass die zuvor vorgeschlagene Variante für die Ukraine damals inakzeptabel war und wahrscheinlich jetzt noch weniger akzeptabel ist.

„Tatsächlich ist er für sie wahrscheinlich noch weniger akzeptabel. Daher bin ich der Ansicht, dass, wenn Frieden eintritt, dies auf irgendeine Weise neuen Ideen und neuen Konzepten zu verdanken sein wird. Und wir sind bereit, einige davon unter entsprechenden Bedingungen und in entsprechender Form anzubieten“, sagte Rubio.

Treffen mit Lawrow und Einschätzung der Verluste

In Manila führte Rubio ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Bei diesem Treffen wurde die Notwendigkeit der Beendigung des Krieges gegen die Ukraine erörtert. Außerdem gab der US-Außenminister seine Einschätzung der Verluste der russischen Streitkräfte im Konflikt ab: Nach seinen Angaben beträgt die Zahl der Getöteten und Verwundeten zwischen fünf- und sechstausend Personen pro Woche.

Diese Daten unterstreichen die Schwere der Lage und die Notwendigkeit, neue Wege zur Lösung des Konflikts zu finden. Vorläufig bleiben die alten Vorschläge in der Vergangenheit, und die Parteien suchen weiterhin nach neuen Lösungen.