In der Nacht zum 12. September 2026 setzten russische Streitkräfte Raketen-Drohnen gegen das Cersanit-Werk in der Stadt Swjatilischtsch (Oblast Schytomyr) ein. Laut Angaben, die RBC-Ukraine aus dem offiziellen Unternehmensportal bezog, erlitt das Unternehmen schwere Schäden, und die Produktion wurde stillgelegt. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich Mitarbeiter auf dem Gelände; alle wurden sicher evakuiert. Nach offiziellen Angaben des Unternehmens gab es unter den Arbeitern keine Todesopfer.

Verlauf des Angriffs und Zustand des Personals

Cersanit präzisierte, dass der Angriff mit Raketen-Drohnen durchgeführt wurde. Das Unternehmen betonte, dass zum Zeitpunkt des Einschlags Mitarbeiter auf dem Betriebsgelände anwesend waren. Alle wurden sicher evakuiert, und laut offiziellen Stellungnahmen von Cersanit kam bei dem Angriff niemand aus dem Personal ums Leben.

Umfang der Schäden und Wiederherstellungsdauer

Trotz der Abwesenheit von menschlichen Opfern fiel der materielle Schaden erheblich aus. Betroffen waren Schlüsselkomponenten des Produktionszyklus, die für die Herstellung von Keramikfliesen erforderlich sind. Infolgedessen ist laut Unternehmensschätzung ein Wiederaufnahme der Produktion und deren weiterer Betrieb im aktuellen Zustand der Fabrik nicht möglich. Cersanit führt eine detaillierte Bewertung des Schadensumfangs und der damit verbundenen Verluste durch.

Laut vorläufiger Unternehmensschätzung wird die Wiederherstellung der Produktionskapazitäten mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen. Die endgültigen Fristen hängen, wie Cersanit anmerkt, von den Ergebnissen der eingehenden Untersuchung des Betriebs und dem abschließend festgestellten Schadensumfang ab.

Serie von Angriffen auf den ukrainischen Wirtschaftsbetrieb

Der Angriff auf das Werk in Swjatilischtsch ist Teil einer anhaltenden Serie russischer Angriffe auf den ukrainischen Wirtschaftsbetrieb. Ziel der Angriffe sind Lager, Logistikzentren, Fabriken, Einkaufszentren und Tankstellen. In diesem Monat wurde nach vorliegenden Angaben eine Tabakfabrik in Pryluky getroffen, die Zigaretten der Marken Kent, Lucky Strike, Pall Mall, Rothmans, Capri, „Pryluky“ sowie Sticks für die glo-Tabakerhitzungssysteme herstellt; nach dem Einschlag stellte das Unternehmen seinen Betrieb ein. Am Vortag wurde eine Coca-Cola-Fabrik bei Kiew angegriffen – eine der größten Produktionsstätten für alkoholfreie Getränke in Europa. Außerdem wurde nach einem russischen Angriff die Fabrik „Olejna“ in Dnipro stillgelegt, die einem amerikanischen Unternehmen gehört.

Budgetäre Folgen

Laut Schätzung von Premierminister Serhij Kortsjetski kann der Staatshaushalt infolge der russischen Angriffe rund 70 Milliarden Hrywnia an Steuereinnahmen verlieren. Dabei wird darauf hingewiesen, dass die Berechnung noch vor zwei Wochen vorgenommen wurde, während die Angriffe auf die Betriebe andauern, was auf einen möglichen weiteren Anstieg der Verluste hindeutet.