Am Mittwoch, dem 2. September 2026, griffen russische Besatzungstruppen das Gelände der Nationalen Universität für Lebensmitteltechnologien (NUHT) in Kiew mit einem unbemannten Luftfahrzeug an. Laut Angaben der Pressestelle der Hochschule und einer Erklärung des Ministers für Bildung und Wissenschaft, Andrij Butenko, wurden durch den Angriff mehrere Gebäude der Universität beschädigt. Auf den veröffentlichten Aufnahmen ist zu sehen, wie aus den Fenstern des zweiten Stocks Flammenzungen schlagen und über dem Dach eine dichte Säule aus schwarzem Rauch aufsteigt. Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der offiziellen Erklärungen gab es unter den Studierenden und Dozenten keine Verletzten.
Chronologie und Details des Angriffs
Der Angriff auf die Universität erfolgte am Tag des 2. September im Rahmen einer umfassenderen Welle von Angriffen auf Kiew. Wie der Minister für Bildung und Wissenschaft, Andrij Butenko, in seiner offiziellen Erklärung mitteilte, griff Russland die NUHT in den Tagesstunden an. „Die Gebäude der Universität wurden beschädigt. Unter den Studierenden und Dozenten gibt es keine Verletzten“, betonte er. Butenko dankte zudem der Leitung und den Mitarbeitern der Hochschule, die laut seinen Angaben den Bildungsprozess unter Berücksichtigung aller Sicherheitsrisiken organisiert hatten. Laut ukrainischen Medien befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs rund 160 Studierende in den Gebäuden der Universität, die gemäß dem Zivilschutzprotokoll in Bunker evakuiert wurden.
Zustand der Gebäude und erste Fotos der Folgen
Die Pressestelle der NUHT berichtete in ihrer ersten Erklärung von „erheblichen Zerstörungen einiger Gebäude“. Auf in sozialen Medien veröffentlichten Fotos wurden umfangreiche Schäden festgehalten: Feuer hatte das Dach und die oberen Etagen mehrerer Gebäude erfasst, Fenster waren eingeschlagen, Bauteile eingestürzt. In der Erklärung der Universität wurde betont, dass „die Universität in erster Linie Menschen sind, und solange wir zusammenstehen, kann sie nicht zerstört werden“. Die Rettungsdienste begannen umgehend mit der Löschung des Feuers und der Bewertung des Umfangs des Sachschadens.
Kontext: Was ist über die NUHT bekannt
Die Nationale Universität für Lebensmitteltechnologien ist eine der ältesten und einflussreichsten Hochschulen der Ukraine, gegründet im Jahr 1919. Im Laufe der Jahrzehnte hat die Universität Tausende von Fachkräften in den Bereichen Lebensmittelindustrie, Biotechnologie und Agrochemie ausgebildet, und ihre Absolventen bekleiden Führungspositionen in den größten Branchenunternehmen des Landes. Der Angriff auf eine aktive Bildungseinrichtung, in der zum Zeitpunkt des Angriffs Hunderte von Studierenden und Dozenten waren, ruft besondere Besorgtheit in der Gesellschaft hervor und unterstreicht die systematische Praxis Russlands, Bildungseinrichtungen als Ziele einzusetzen.
Widersprüchliche Angaben
In den Erklärungen von zwei offiziellen Quellen wurde eine Diskrepanz bei der Bewertung der Verletzten festgestellt. Die Pressestelle der NUHT wies in ihrer ersten Meldung, die unmittelbar nach dem Angriff veröffentlicht wurde, darauf hin: „Die Zahl der Verletzten wird geklärt“. Gleichzeitig stellte der Minister für Bildung und Wissenschaft, Andrij Butenko, in seiner Erklärung bereits fest: „Unter den Studierenden und Dozenten gibt es keine Verletzten“. Somit wurde die anfängliche Unsicherheit der Hochschule auf Ebene des zuständigen Ministeriums ausgeräumt. Darüber hinaus wird der Angriff in den Schlagzeilen einiger Medien (Ukrainews) als während des Unterrichts erfolgt beschrieben, während andere Quellen (Ura-Inform) präzisieren, dass sich 160 Studierende zum Zeitpunkt des Angriffs in Bunkern befanden. Beide Formulierungen widersprechen sich nicht: Der Unterricht lief im regulären Modus, und bei der Sirene wurden die Studierenden in Schutzbauten evakuiert.
Weiter: Angriffe auf Kiew am 2. September
Der Angriff auf die NUHT war Teil einer Serie von Angriffen auf die Hauptstadt, die am 2. September festgehalten wurden. Neben der Universität trafen russische Drohnen ein Lagergebäude in Kiew. Im Stadtteil Holosijsk brach nach dem feindlichen Angriff ein Feuer aus, das von den Rettungskräften gelöscht wurde. Das Gesamtbild des Angriffs deutet auf einen mehrvektorigen Charakter der Angriffe hin, die gleichzeitig auf die zivile Infrastruktur und Bildungseinrichtungen gerichtet waren.