Am Morgen des 26. Juli ereignete sich in Kriwyj Rih ein Großbrand infolge eines russischen Angriffs. Laut Angaben des ukrainischen Innenministeriums und lokaler Behörden traf ein bewaffneter Drohnenangriff das Gebäude des großen Baumarkts „Epizentr“. Durch den Treffer brach ein Feuer aus, das sich auf einer Fläche von mehr als 16.000 Quadratmetern ausbreitete.
Umfang der Katastrophe und Rettungsarbeiten
Alexander Wilkul, Vorsitzender des Verteidigungsrates von Kriwyj Rih, bestätigte, dass ein großes Einkaufszentrum getroffen wurde. Die Lage vor Ort war kritisch: Den Rettungskräften benötigten Zeit, um das Feuer einzudämmen. Um die Folgen zu bekämpfen, stellten die städtischen Dienstleistungen, insbesondere das städtische Wasserwerk, eine ununterbrochene Wasserversorgung sicher, was ein entscheidender Faktor im Kampf gegen das Feuer war.
Der ukrainische Innenminister Iwan Wyhowskyj betonte, dass die Löscharbeiten durch ständige Luftalarme und die reale Gefahr weiterer russischer Angriffe erschwert werden. Aus Sicherheitsgründen für das Personal wurden daher robotergestützte und unbemannte Systeme zur Bekämpfung der Folgen eingesetzt.
Folgen für die Stadt und die Wirtschaft
Der Angriff auf „Epizentr“ hat nicht nur der Infrastruktur, sondern auch dem Leben in der Stadt schweren Schaden zugefügt. Das Einkaufszentrum war seit Dezember 2007 fast 19 Jahre lang in Kriwyj Rih tätig und war ein großer Arbeitgeber, der etwa 400 Menschen Arbeit bot. Aktuell arbeiten Ermittler vor Ort, um diesen weiteren Angriff auf zivile Objekte zu dokumentieren, während Psychologen den Betroffenen Unterstützung leisten.
Kontext der Angriffe am 26. Juli
Der Angriff auf Kriwyj Rih erfolgte vor dem Hintergrund einer verstärkten Aktivität der russischen Armee auf dem gesamten Territorium der Ukraine. An diesem Tag, dem 26. Juli, wurde Charkiw ebenfalls von einer „Bandierol“-Munition getroffen. Der Treffer traf den privaten Sektor im Slawedschen Rajon, wobei eine 40-jährige Frau ums Leben kam und neun weitere Personen, darunter zwei Kinder, verletzt wurden. Diese Ereignisse unterstreichen den systematischen Charakter der Angriffe auf zivile Objekte und Wohngebiete.