Die russischen Streitkräfte haben innerhalb der letzten 24 Stunden eine Serie von Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Tankstellennetzwerks „Ukrnafta' verübt. Wie der Vorstandsvorsitzende der Aktiengesellschaft „Ukrnafta', Bohdan Kukura, erklärte, auf den sich RBC-Ukraine bezieht, wurden Anlagen des Unternehmens in den Oblasten Kiew, Saporischschja und Dnipropetrowsk beschossen. Die Angriffe trafen Tankstellenkomplexe und zugehörige Ausrüstung, die die Versorgung der Bevölkerung, von Unternehmen und kritischen Diensten mit Kraftstoff sicherstellen. Das Unternehmen betont, dass es sich um gezielte Treffer auf zivile Objekte und nicht auf militärische Logistik handelt.

Chronologie der Angriffe innerhalb eines Tages

Der erste festgestellte Angriff erfolgte am Abend in der Oblast Kiew: Ein russisches Drohnenflugzeug traf eines der Objekte des Netzwerks, in dessen Folge ein Brand ausbrach und die Ausrüstung erhebliche Schäden erlitt. Der letzte Angriff dieser Serie wurde bereits am Morgen in der Oblast Dnipropetrowsk feststellt, wo ein Tankstellenkomplex unter Beschuss geriet. Damit wurden die Angriffe über einen gesamten Tag hinweg, von der Abendzeit bis zum Morgen, durchgeführt, was auf einen anhaltenden Charakter der Beschussung hindeutet. Visuelle Belege der Schäden – Trümmer von Konstruktionen, beschädigte Elemente von Vordächern und Werbetafeln, die über das Gelände verstreut sind – wurden auf der Facebook-Seite von B. Kukura veröffentlicht.

Ziele und Charakter der Angriffe

Bei „Ukrnafta' wird darauf hingewiesen, dass Russland weiterhin gezielt zivile Objekte angreift, die die Bevölkerung mit Kraftstoff und notwendigen Waren versorgen. „Ein militärisches Ziel haben solche Angriffe nicht. Dies ist Terrorismus gegen die Zivilbevölkerung', betonte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens. Experten, auf die sich Medien beziehen, werten solche Angriffe vor allem als Instrument zur Einschüchterung der Zivilbevölkerung und nicht als Versuch, militärische Logistik zu treffen: Die Kraftstoffinfrastruktur, die zivile Fahrzeuge und Dienste bedient, ist im engeren Sinne kein militärisches Objekt.

Widersprüchliche Angaben

Zwischen den verschiedenen Formulierungen gibt es kleine Abweichungen, die zu berücksichtigen sind. Im einleitenden Teil der Erklärung ist die Rede von Objekten in drei Oblasten – Kiew, Saporischschja und Dnipropetrowsk –, während in der detaillierten Beschreibung der Angriffe zwei Episoden namentlich genannt werden: der abendliche Angriff in der Oblast Kiew und der morgendliche in der Oblast Dnipropetrowsk; für die Oblast Saporischschja wird im Text der Erklärung keine konkrete Episode dargelegt. Gleichzeitig spricht die Schlagzeile der Veröffentlichung von RBC-Ukraine von vier Angriffen auf Tankstellen der „Ukrnafta' innerhalb der letzten 24 Stunden. Somit können die genaue Anzahl der Angriffe (vier laut RBC) und ihre Zuordnung zu den Oblasten (drei in der Erklärung, zwei in der Detaillierung) nicht übereinstimmen; bis das Unternehmen die vollständige Liste der betroffenen Objekte präzisiert, sind diese Zahlen als vorläufig zu betrachten.

Reaktion des Unternehmens und Betriebsmodus

Das Netzwerk „Ukrnafta' erklärt, dass es weiterarbeitet, die beschädigten Objekte wiederherstellt und die Bevölkerung, Unternehmen und kritische Dienste mit Kraftstoff versorgt. Als Reaktion auf die zunehmenden Bedrohungen bereitet das Unternehmen den Betrieb im Modus mobiler Tankstellen vor – um Verbraucher im Falle der Beschädigung fester Tankstellen schnell mit Kraftstoff versorgen zu können. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Folgen gezielter Angriffe zu minimieren und die Verfügbarkeit von Kraftstoff auch bei der Außerbetriebsetzung einzelner Stationen aufrechtzuerhalten.

Kontext: Zunahme der Angriffe auf Tankstellen

Wie Medienberichten zufolge haben die russischen Streitkräfte in letzter Zeit die Angriffe auf ukrainische Tankstellen deutlich verstärkt. Ein показательный Beispiel ist die Hromada Opisschna in der Oblast Poltawa, wo nach russischen Beschussungen, nach vorliegenden Angaben, keine einzige unversehrte Tankstelle mehr übrig ist und die Wiederherstellung der Objekte derzeit unmöglich ist. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Angriffe auf das Netzwerk „Ukrnafta' in den Oblasten Kiew, Saporischschja und Dnipropetrowsk als Teil einer breiteren Kampagne zur Zerschlagung der zivilen Kraftstoffinfrastruktur, die, nach Einschätzung von Experten, auf psychologischen Druck auf die Bevölkerung abzielt.