Die Situation an der Front verschärft sich: Aufklärungsdaten und Zeugenaussagen vor Ort deuten darauf hin, dass Russland den Einsatz von ballistischen Raketen nordkoreanischer Herkunft für Angriffe auf ukrainisches Gebiet wieder aufgenommen hat. Dieses Ereignis, das fast ein Jahr nach früheren ähnlichen Vorfällen stattfand, signalisiert eine mögliche Änderung der Taktik Moskaus und die Ankunft neuer Waffenlieferungen aus der DVRK.
Angriff auf die Region Kriwoj Rog und Opfer unter der Zivilbevölkerung
Ein Schlüsselereignis, das zu beunruhigenden Schlussfolgerungen führte, war der Angriff auf das Dorf Raduschnoje in der Nähe von Kriwoj Rog. Bei dem Angriff, der in der Nacht zum 30. Juli stattfand, kam eine ganze Familie ums Leben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Einsatz einer ballistischen Rakete nordkoreanischer Herkunft durch den Gegner. Der Staatsführer veröffentlichte Fotos der Getöteten und forderte die internationale Gemeinschaft sowie die Führung des Pentagon auf, die Folgen dieser Angriffe zur Kenntnis zu nehmen.
Der Angriff war Teil einer groß angelegten kombinierten Operation, bei der Kiew, Lwiw, Dnipro und andere Regionen getroffen wurden. Doch gerade der Einsatz dieser spezifischen Waffe im Rajon Kriwoj Rog löste die größte Resonanz unter Militäranalysten aus.
Technische Details und Identifizierung der Waffe
Laut Informationen von Quellen der Nachrichtenagentur Reuters haben ukrainische Radare während des Fluges zwei charakteristische Spuren registriert, die den Flugbahnen von ballistischen Kurzstreckenraketen vom Typ KN-23 oder KN-24 entsprechen. Diese Modelle werden in Nordkorea hergestellt und wurden von Russland bereits Ende 2023 eingesetzt.
Obwohl Ermittler endgültige Schlussfolgerungen erst nach einer detaillierten Untersuchung der am Einschlagort gefundenen Trümmerteile ziehen können, äußern Experten bereits jetzt Zuversicht bezüglich der Herkunft der Waffe. Militärische Quellen stellen fest, dass nordkoreanische Raketen eine Reihe von Vorteilen gegenüber russischen Analoga bieten: Sie haben eine größere Reichweite und sind mit einem stärkeren Sprengkopf ausgestattet als der Iskander-Komplex.
Folgen für die Luftabwehr und neue Lieferungen
Die Wiederaufnahme des Einsatzes solcher Waffen deutet darauf hin, dass Moskau wahrscheinlich eine neue Lieferung von Raketen aus der DVRK erhalten hat und sich auf intensivere Raketenangriffe vorbereitet. Dies erzeugt eine kritische Belastung für das ukrainische Luftverteidigungssystem.
Die Gesprächspartner der Agentur betonen, dass der Abschuss solcher Ziele eine äußerst schwierige Aufgabe ist. Ballistische Raketen dieser Klasse können vor allem von amerikanischen Flugabwehrraketensystemen vom Typ Patriot effektiv abgefangen werden. Die Zunahme solcher Bedrohungen erfordert eine Überarbeitung der Verteidigungsstrategien und eine Verstärkung der Unterstützung durch westliche Partner.