Russische Streitkräfte haben eine weitere Lieferung von Flugabwehrraketengeschützsystemen „Pantsir-S“ sowie stationärer Flugabwehrraketensysteme erhalten, die in verschiedenen Quellen als „Pantsir-SMP“ und „Pantsir-SMD“ bezeichnet werden. Darüber berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf den Telegram-Kanal des Herstellers. Die Lieferung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Lieferungen von gelenkten Flugabwehrraketen für die „Pantsir“-Familie, über die zuvor auch andere Fachmedien berichteten.
Was die Systeme darstellen
Laut dem Bericht sind die „Pantsir“-Systeme in der Lage, gegen verschiedene Arten von Luftzielen eingesetzt zu werden, und der Munitionsvorrat der Lenkraketenstarter kann kombiniert sein und nun bis zu 48 Raketen umfassen. Das mobile Mehrkanal-Flugabwehrraketengeschützsystem „Pantsir-S“ dient der Luftverteidigung kleiner militärischer und administrativ-industrieller Objekte gegen Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und Präzisionswaffen. Die neuen stationären Flugabwehrraketensysteme sind laut Hersteller auf den Schutz von Objekten vor massiven Angriffen, einschließlich solcher mit unbemannten Fluggeräten, ausgerichtet.
Widersprüchliche Daten
Im ursprünglichen Nachrichtentext wird die stationäre Modifikation als „Pantsir-SMP“ bezeichnet, während in der Veröffentlichung von news.mail.ru von „Pantsir-SMD“ die Rede ist. Unterschiede im Modifikationsindex können sowohl Folge eines Tippfehlers oder einer ungenauen Transliteration sein als auch verschiedene Versionen des Systems widerspiegeln; eine einheitliche offizielle Erklärung fehlt in den bereitgestellten Quellen. Auch im Ausgangsmaterial kommt eine verzerrte Schreibweise „in Krim brannte“ (im Original — „Krymusgorjeli“) vor, was auf einen redaktionellen Fehler im primären Text hinweist. Beide Versionsbezeichnungen werden zur Vollständigkeit aufgeführt; die endgültige Identifizierung der Modifikation erfordert eine weitere Verifizierung.
Kontext: Verluste der Luftverteidigung an der Front und in der Krim
Die Lieferung neuer Systeme erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten über die Zerstörung kostspieliger Luftverteidigungsmittel des Gegners durch ukrainische Einheiten. Zuvor haben Drohnen des HUR (Hauptverwaltung für Aufklärung) im Süden der Ukraine ein Flugabwehrraketengeschützsystem „Pantsir-S1“, das Schnellboot „Sargan“ und die Station „Vorpost“ getroffen sowie eine russische elektronische Kampfstation „Murman-BN“ in der vorübergehend besetzten Krim zerstört. Kürzlich brannten in der Krim, so den Berichten zufolge, eine Starteinheit und ein Radarsystem des Flugabwehrraketensystems S-400 direkt am Kampfstützpunkt.
Wie die Angriffe durchgeführt wurden
Anfang August hat die Abteilung „Group 13“ des HUR in der vorübergehend besetzten Krim ein feindliches Flugabwehrraketengeschützsystem „Pantsir-S1“ und einen Militärkran zerstört; der Wert des zerstörten „Pantsir“ wird auf etwa 15 Millionen Dollar geschätzt. Für die Zerstörung von Landzielen während der Operation wurden laut dem Bericht multifunktionale maritime Plattformen Magura eingesetzt, die Träger von FPV-Drohnen sind. Die Gesamtheit dieser Vorfälle zeigt, dass Systeme der „Pantsir“-Familie weiterhin zu den prioritären Zielen von Angriffen gehören, was wahrscheinlich die beschleunigten Lieferungen neuer Lieferungen stimuliert.