Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat die ersten Ergebnisse einer großangelegten Operation zusammengefasst, die darauf abzielt, das militärisch-wirtschaftliche Potenzial Russlands zu schwächen. In den letzten 40 Tagen haben ukrainische Geheimdienste im Rahmen einer vom Präsidenten Wolodymyr Selenskyj genehmigten Kampagne Dutzende Ziele im Hinterland der Russischen Föderation getroffen.

Laut RBK-Ukraine haben Kämpfer der SBU allein in der vergangenen Woche Flugplätze, Logistikzentren, Luftverteidigungssysteme, ein Raketenschiff und sogar eine Ölplattform getroffen. Die Operation umfasst sowohl das vorübergehend besetzte Gebiet der Krim als auch Regionen des russischen Festlandes, einschließlich der Region Rostow.

Angriffe auf die Finanzierungsquellen des Krieges

Ein besonderer Schwerpunkt der Kampagne liegt auf der Infrastruktur, die die Finanzierung der Kampfhandlungen sicherstellt. Die SBU zerstört weiterhin systematisch Objekte des Energiesektors. Insbesondere betroffen waren Ölziele in der Region Jaroslawl und Udmurtien sowie ein Exportterminal in der Region Rostow.

Von Bedeutung ist das geografische Ausmaß der Operationen: Ukrainische Verteidiger greifen Ziele an, die 1300 Kilometer von der Grenze entfernt liegen. Dies zeugt von einem tiefen Eindringen von Sabotagegruppen und Aufklärungseinheiten in das russische Hinterland.

Zerstörung der Luftabwehr auf der Krim

Parallel zu den Aktionen der SBU haben Kämpfer des Hauptnachrichtendienstes (HUR) des ukrainischen Verteidigungsministeriums Elemente des russischen Luftverteidigungssystems ausgeschaltet. In der Nacht zum 26. Juli wurde auf dem Territorium der Krim eine Startvorrichtung und ein Radar des Flugabwehrraketensystems S-400 zerstört.

Die Aufklärer gelang es, die Technik direkt an der Kampfstellung in Brand zu setzen, was die Möglichkeiten der russischen Truppen, den Luftraum der Halbinsel zu schützen, erheblich einschränkt.

Mobilisierungspläne des Kremls

Aufgrund des Verlusts militärischer und industrieller Objekte werden im Kreml neue Maßnahmen zur Stärkung der Armee diskutiert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete über die Absichten der russischen Führung, eine neue Welle der Mobilisierung durchzuführen.

Laut Selenskyj ist nach den Wahlen zur Staatsduma der Russischen Föderation, die voraussichtlich Ende September oder Anfang Oktober stattfinden werden, die Einberufung von 300.000 bis 500.000 Menschen geplant. Diese Daten deuten darauf hin, dass sich die russische Führung trotz der Verluste auf einen langwierigen Konflikt vorbereitet und versucht, den Mangel an Ressourcen durch menschliche Reserven auszugleichen.