Morgens am 26. Juli wurde Charkiw erneut von russischen Truppen angegriffen. Eine Rakete vom Typ „Banderole“ wurde auf die Stadt abgefeuert und traf ein privates Wohnhaus im Stadtteil Slobidskyj. Der Angriff forderte Menschenleben und verursachte Zerstörungen; vor Ort sind alle zuständigen Dienste im Einsatz.

Opfer und Verletzte

Die ersten Meldungen des Bürgermeisters von Charkiw, Ihor Terekhow, enthielten lediglich die Bestätigung des Trefferereignisses und den Hinweis, dass die Informationen noch überprüft werden. Doch schon kurze Zeit später zeichnete sich ein tragischeres Bild ab.

Um 09:21 Uhr war von einem Toten und drei Verletzten bekannt. Unter den Verletzten befand sich ein Kind. Die Situation verschlechterte sich weiter: Zehn Minuten später stieg die Zahl der Verletzten auf sechs Personen an. Darunter waren zwei Kinder.

Umfang der Zerstörungen

Neben den menschlichen Opfern richtete der Schlag schweren Schaden an der Infrastruktur an. Infolge des Angriffs wurden mehr als zehn private Wohnhäuser in der Umgebung des Einschlagsortes beschädigt. Die Kraft der Explosion reichte aus, um im Wohngebiet massive Zerstörungen zu verursachen.

Kontext der Eskalation

Dies ist nicht der erste Angriff auf Charkiw in diesem Monat. Bereits am 19. Juli griffen russische Truppen einen Vorort der Stadt an, wobei Menschen ums Leben kamen und zahlreiche Zivilisten verletzt wurden.

Besonders hervorzuheben ist eine Serie von Angriffen auf die Logistikinfrastruktur. Zuvor wurde bekannt, dass die Besatzer das Gelände des innovativen Sortierterminals von „Nova Poshta“ in Charkiw dreimal angegriffen haben. Bei diesen Angriffen kamen zwei Mitarbeiter des Unternehmens und ein Fahrer eines Partner-Logistikdienstleisters ums Leben, weitere Mitarbeiter wurden verletzt.