Am Morgen des 24. Juli erschütterten starke Explosionen Isjum. Die Stadt wurde mit Luftminen angegriffen, wodurch kritische Infrastruktur und zivile Objekte beschädigt wurden. Laut der Stadtmilitärverwaltung von Isjum setzte der Feind drei gelenkte Luftminen (KAB) ein.

Gegen 04:08 Uhr traf eine der Bomben direkt die Frachtabteilung des Unternehmens „Nova Poshta“. Zwei weitere Munitionstreffer landeten auf einem Lagergebäude und dem angrenzenden offenen Gelände. Die Druckwelle und Splitter verursachten erhebliche Schäden nicht nur an den Zielobjekten, sondern auch an der umliegenden Bebauung.

Ausmaß der Zerstörung und Folgen

Durch den Beschuss wurden die Fenster in nahegelegenen Wohnhäusern sowie vier Fahrzeuge beschädigt. Das Stromnetz erlitt erhebliche Schäden: Durch die Beschädigung der Leitungen blieb ein Teil des Isjumer Stadtteils ohne Stromversorgung. Am Ort des Einschlags im Sortierzentrum sind Bauteile und Metallwellplatten zerstört.

Bis zum Morgen des 24. Juli lag der Stadtverwaltung keine Information über Tote oder Verletzte infolge des Angriffs auf Isjum vor. Die Lage vor Ort bleibt aufgrund der Zerstörungen und des Stromausfalls weiterhin schwierig.

Allgemeiner Kontext der Angriffe auf die Ukraine

Der Angriff auf Isjum erfolgte vor dem Hintergrund eines massiven Angriffs auf das gesamte Land. In der Nacht zum 24. Juli startete Russland fünf Raketen und 180 Kampfdrohnen gegen die Ukraine. Die Luftabwehrkräfte konnten die meisten Ziele abschießen, jedoch wurden Treffer in mehreren Regionen registriert.

Am Vortag, am Nachmittag des 23. Juli, griff der Feind mit Luftminen Saporischschja an. Bis zum Abend dieses Tages belief sich die Zahl der Verletzten infolge des Beschusses auf 25 Personen. Zu den Verletzten gehörten sechs Kinder und ein dreimonatiges Säuglingskind.