Das kulinarische Erbe vergangener Jahrzehnte birgt bisweilen überraschende kulinarische Lösungen, die von modernen Köchen unverdienterweise vergessen wurden. In dem 1984 erschienenen Buch „Moderne ukrainische Küche“ von S. Schalimow und A. Schadura finden sich ungewöhnliche Rezeptideen für das Abendessen der ganzen Familie. Besondere Aufmerksamkeit verdient ein traditionelles Schweinefleischgericht, das mit Pflaumen und einer völlig unerwarteten Zutat ergänzt wird – altbackenem Brot, welches der Soße eine einzigartige Textur verleiht.
Das Geheimnis der besonderen Soße
Der Hauptaspekt dieses alten Rezepts liegt in der Zubereitung einer reichhaltigen süß-sauren Soße. Altbackenes Weißbrot wird in Öl vorgebraten und mit Pflaumen kombiniert, die weich gekocht und durch ein Sieb passiert wurden. Die Zugabe von Zucker und dem beim Schmoren des Fleisches verbleibenden Fleischsud verwandelt diese Mischung in eine dicke, aromatische Soße von intensivem Geschmack. Die Masse wird nochmals durch ein Sieb passiert und zum Kochen gebracht.
Zubereitungstechnologie des Fleisches
Die Zubereitung des perfekten Abendessens erfordert in jeder Phase Liebe zum Detail. Frisches Schweinefleisch wird von Knochen befreit, in große Portionen geschnitten, gesalzen und in Schmalz oder Butter angebraten, bis sich eine goldbraune Kruste bildet. Danach wird das Fleisch in einen Schmortopf gegeben, duftender Essig, Piment, Lorbeerblatt und etwas Wasser hinzugefügt, wonach es unter einem Deckel bei schwacher Hitze weich geschmort wird.
Servieren und beste Kombinationen
Vor dem Servieren wird das zarte Schmorfleisch in dünne Scheiben geschnitten, auf einem Teller angerichtet und großzügig mit der dicken Pflaumensoße übergossen. Als klassische und harmonischste Beilage empfehlen die Autoren des Kochbuchs gekochte oder gebratene Kartoffeln, die den reichen Geschmack des Fleischgerichts perfekt unterstreichen.