Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat offizielle Statistiken zu Luftangriffen vorgelegt, die in den letzten sieben Tagen auf dem Territorium des Landes registriert wurden. In seiner morgendlichen Ansprache, die am 2. August 2026 veröffentlicht wurde, nannte der Staatschef Daten zur Anzahl der eingesetzten Angriffsmittel und zur geografischen Verteilung der Schläge.
Detaillierte Statistik der Luftangriffe
Laut den vorgelegten Daten wurden im Berichtszeitraum (Ende Juli bis 2. August) erhebliche Mengen verschiedener Waffentypen gegen das ukrainische Territorium eingesetzt. Der Präsident präzisierte folgende Kennzahlen:
- Etwa 1900 Kampfdrohnen (UAV) verschiedener Modifikationen.
- Fast 1600 gelenkte Luftbomben mit Lenkmodulen.
- 144 Raketen verschiedener Typen, darunter ballistische und Marschflugkörper.
Die Angriffe richteten sich gegen Ziele in 16 Regionen des Landes. Die intensivste Aktivität wurde in den vorderen Frontzonen sowie in Kiew und Odessa registriert, wo kombinierte Luftangriffe stattfanden.
Zustand der Luftabwehr
In seiner Erklärung betonte Wolodymyr Selenskyj den aktuellen Zustand der Luftabwehrsysteme. Der Staatschef wies darauf hin, dass die hohe Intensität der Angriffe ein entsprechendes Schutzniveau erfordert. Insbesondere verwies er auf die Situation in der Nacht zum 1. August, als ein Mangel an Abfangmitteln die Abwehr ballistischer Raketen erschwerte, wie er sagte. Selenskyj unterstrich die Notwendigkeit, die Ukraine mit einer ausreichenden Anzahl von Langstrecken-Luftabwehrsystemen auszustatten, um wirksam gegen Luftbedrohungen vorgehen zu können.
Taktische Änderungen und Gegenmaßnahmen
Militäranalysten, die die vorgelegten Zahlen untersuchen, verzeichnen eine Änderung der Taktik beim Einsatz von Drohnen. Ein erheblicher Teil der 1900 Drohnen könnte, so die Expertenmeinung, zu der Kategorie der kostengünstigen Köder gehören, die dazu dienen, Radarsysteme zu überlasten und die Munitionsvorräte der gegnerischen Luftabwehr zu erschöpfen.
Die Veröffentlichung der offiziellen Statistiken fiel zeitlich mit Berichten über Gegenoperationen der Ukraine zusammen. Laut Quellen wurden in der Nacht zum 2. August Ziele im Hinterland der Russischen Föderation angegriffen, darunter ein Erdölraffinerie in Saratow, die Luftwaffenbasis „Engels-2“ und ein Logistikzentrum in der Region Samara. Die offiziellen Behörden überwachen die Lage weiterhin und bewerten die Folgen dieser Vorfälle.